Albert Schuller gibt Amt nach 15 Jahren ab
Neuer Obermeister bei Zimmerern

Der neue Obermeister der Zimmererinnung Adrian Blödt (Fünfter von rechts) und seine Mannschaft. Bilder: wro (2)
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Falkenberg
05.03.2018
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„Ich war gerne Obermeister“, betonte Albert Schuller bei seiner letzten Rede anlässlich der Jahreshauptversammlung der nordoberpfälzer Zimmererinnung. Bild: wro

Nach 15 Jahren legt Albert Schuller die Aufgabe des Obermeisters der Zimmerer in jüngere Hände. Mit dem süßen Nichtstun wird es jedoch nichts. Die Kollegen haben gleich ein neues Ehrenamt für ihn.

Die Fachgruppe Zimmerer der Nordoberpfälzer Bauinnung hat einen neuen Obermeister. Nach 15 Jahren im Amt hat Albert Schuller (Wiesau) die ihm anvertrauten Aufgaben an den Kohlberger Adrian Blödt weitergegeben, der bisher bereits Stellvertreter war.

Bei den Neuwahlen im Rittersaal der Burg Falkenberg übernahm Alexander Riedl aus Lennesrieth den frei gewordenen Posten des stellvertretenden Obermeisters.

Albert Schuller hat die Leitung seines Zimmererbetriebs schon vor fünf Jahren an Sohn Andreas übergeben. Jetzt gab er auch das Amt des Obermeisters ab. In seiner letzten offiziellen Rede in dieser Funktion betonte der Wiesauer, dass sich das Zimmererhandwerk stark entwickelt habe. "Neben einer Vielzahl neuer Holzprodukte haben sich technisch hochwertige Maschinen und Fertigungsmethoden etablieren können." Noch wichtiger aber sei, so der scheidende Obermeister, dass die Mitarbeiter den Handwerksbetrieben die Treue halten. "Junge Menschen wenden sich vermehrt dem Holzbau zu", freute sich Schuller. "Der natürliche Baustoff Holz prägt nicht nur die Arbeit, sondern auch die, die damit arbeiten. Zimmerer ist mehr als nur ein Beruf!"

Mit Blick auf den Arbeitsschutz fügte er hinzu: "Wir zimmern sicher!" Schwere Unfälle und damit auch die Unfallkosten konnten in den zurückliegenden Jahren nachhaltig reduziert werden. "Präventionsmaßnahmen greifen. Das spricht für das Verantwortungsbewusstsein der Handwerksbetriebe."

Schuller versicherte, dass er gerne Obermeister gewesen sei. Die 15 Jahre seien sicher nicht immer leicht gewesen, "aber ich war nie alleine, ich hatte immer Unterstützung."

Für seine Verdienste und seinen fortwährenden Einsatz wurde Schuller noch in der gleichen Versammlung zum Ehrenmitglied und zugleich auch zum Ehrenobermeister der Zimmererinnung ernannt. "Lieber Albert, du hast dich zwar verabschiedet, aber so leicht kommst du uns nicht davon", schmunzelte der neu gewählte Obermeister Adrian Blödt. "Wir haben einstimmig beschlossen, dich als Nachfolger von Hans Koller zum Ehrenobermeister der Zimmererinnung Nordoberpfalz zu ernennen", verkündete der Kohlberger das Ergebnis einer Besprechung vor einigen Tagen.

Außerdem überraschte Blödt den scheidenden Obermeister mit einer neuen Zunftweste, da Schuller aus dem zuletzt getragenen Kleidungsstück wohl herausgewachsen sei. Einen Blumenstrauß als Dankeschön hatte Blödt für Hermine Schuller, die Ehefrau des neuen Ehrenmitglieds und Ehrenobermeisters. "Wir wollen den Holzbau weiter vorantreiben. Das ist das wichtigste Ziel für die Zukunft", schloss Adrian Blödt die gemeinsame Sitzung im Rittersaal der Burg.

Ergebnis der NeuwahlBei den Neuwahlen im Rittersaal der Burg Falkenberg übernahm Adrian Blödt aus Kohlberg das Amt des Obermeisters und Alexander Riedl aus Lennesrieth den frei gewordenen Posten des stellvertretenden Obermeisters. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden Reinhard Gebhardt (Eschenbach), Josef Kellner jun. (Rothenstadt), Ingmar Balk (Weiden) sowie Andreas Schuller (Wiesau) berufen. In den Rechnungsprüfungsausschuss wurden Stefan Koller (Schirmitz) und Kurt Kraus (Großkonreuth) berufen. Die Vertretung in der Bauinnung bilden Adrian Blödt und Alexander Riedl.

In den Ausschuss Berufsbildung entsandten die Zimmerer Josef Kellner jun. und Ingmar Balk. Der Ausschuss für Lehrlingsstreitigkeiten bilden ebenfalls Josef Kellner jun. und Ingmar Balk
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