Entscheidung über Zoigl-Skulptur in Falkenberg
Kunstwerk gefällt nicht

Das für Falkenberg vorgesehene Modell der Zoiglskulptur stößt nicht gerade auf Begeisterung. Einig waren sich die Markträte darin, noch einmal über die Ausarbeitung des Kunstwerks zu sprechen. Bild: wro
Vermischtes
Falkenberg
10.01.2017
976
0

Keiner der Markträte verweigerte seine Zustimmung. Doch die Entscheidung, sich an der Zoigl-Skulpturenreihe zu beteiligen, fiel bei der vorgesehenen Gestaltung eher zähneknirschend. Wo die Zoigl-Skulptur einmal stehen soll, blieb im Marktrat weiter ungelöst.

Im optischen Mittelpunkt der außerordentlichen Marktratssitzung stand das künftige Bronzekunstwerk mit dem Bierkrug, dem flammenähnlichen Tropfen und den arbeitenden Händen sicher nicht. Den ganzen Abend verbrachte das kleine Modell ein wenig verlassen auf dem Fensterbrett und wartete geduldig auf seinen Auftritt. Eigentlicher Grund für die Zusammenkunft war nämlich die Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Josef Hannig.

Standort unklar

Danach widmete sich das Gremium jedoch noch einmal dem Thema Zoigl-Skulptur. Schließlich hatte man in der Dezember-Sitzung mit Norbert Neugirg und Heribert Bäumler vom Bayerisch-Böhmischen Kulturverein Bohème anklingen lassen, zeitnah eine Entscheidung über die Teilnahme an der fünfteiligen Reihe vorlegen zu wollen. Eine Standort-Lösung jedoch konnten die Damen und Herren trotz intensiver Suche auch im neuen Jahr noch nicht auf den Tisch legen.

Leicht hatten sich die Gemeinderäte die grundsätzliche Zustimmung nicht gemacht. Schließlich müsse man sich schon über die zu erwartenden Kosten von rund 11 000 Euro im Klaren sein und "ob wir uns das auch leisten können", betonte Bürgermeister Herbert Bauer. Verhalten blieb auch die Begeisterung für die künstlerische Ausarbeitung des von Neugirg und Bäumler vorgestellten Modells. Bürgermeister Bauer sprach von gestalterisch "inakzeptabel", die Kosten nannte er "sehr hoch".

Zoiglstuben gut gefüllt

Unbestritten sei aber, dass man weder die Zoigl-"Allianz" noch das fünfteilige Projekt, geschweige denn die in Aussicht gestellten Fördergelder, gefährden wolle. Bauer mutmaßte allerdings, dass auch nach der Aufstellung der 4,50 Meter hohen Skulptur nicht mehr Bier getrunken werde: "Die Zoiglgaststätten sind eh schon gut gefüllt", stellte er zufrieden fest.

Ein wichtiger Punkt sei der Standort, stellte UBF-Fraktionssprecher Peter Bork fest. Über die Kunst, auch über die Gestaltung des Objektes könne man streiten. Einmischen sollte man sich hier nicht, empfahl er. CSU-Marktrat Peter Träger teilte die Ansicht des Bürgermeisters und betonte, dass man das Projekt nicht gefährden sollte. Mit dem im Modell vorgeschlagenen Zoiglkrug wollte sich Träger aber nicht anfreunden. Diskussionsbedarf gebe es auch bei der Darstellung der "arbeitenden Hände", empfahl Träger ein Gespräch mit dem Künstler, um "intensiv nachzuverhandeln " und eine andere Variante wählen zu können.

Uneinig über Gestaltung

Nach Ansicht von CSU-Markträtin Alexandra Hasenfürter wäre es wünschenswert, den Skulpturen-Weg nach Mitterteich einfach "umzudrehen". Falkenberg wäre damit nicht die vorletzte, sondern die zweite Station, könnte den Herstellungsprozess und nicht das in Form des Kruges symbolisierte Zoigl-Trinken darstellen.

Mitterteich berät am MontagFünf Skulpturen sollen den Zoigl-Weg in der Oberpfalz markieren, beginnend von Eslarn über Windischeschenbach und Neuhaus bis Falkenberg und Mitterteich. Damit sind alle Standorte bedacht, die "echten Zoigl vom Kommunbrauer" herstellen. Die Entwürfe des Amberger Künstlers Harald Bäumler stoßen auf geteilte Zustimmung. Wie in Falkenberg war auch der Marktrat in Eslarn erst nicht recht einverstanden mit der Gestaltung. In Mitterteich will Norbert Neugirg kommenden Montag im Stadtrat für das Projekt werben. (as)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.