02.01.2017 - 16:38 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Neujahrsempfang im Tagungszentrum Falkenberg Probleme mutig angehen

Bereits am Vormittag des Neujahrstags scharte Bürgermeister Herbert Bürger "seine" Falkenberger um sich. Er mahnte beim Neujahrsempfang zum Innehalten. Bauer empfahl Rückbesinnung und Standortbestimmung.

Bei einem Empfang im Tagungszentrum stießen am Sonntagvormittag Bürgermeister und viele Falkenberger aufs neue Jahr an. Bild: wro
von Werner RoblProfil

Der erste Tusch galt dem noch wenige Stunden jungen Jahr 2017. Nach dem musikalischen Auftakt durch die Falkenberger Zoiglmusik, die damit auch das 41. Jahr ihres Bestehens einleitete, trat der Bürgermeister ans Rednerpult. Auf die Ansprache von Pfarrvikar Franklin mussten die zahlreichen Gäste im Tagungszentrum verzichten. Der Geistliche hatte seinen Besuch krankheitsbedingt abgesagt. Bürgermeister Herbert Bauer gab einen Ausblick auf die anstehenden Aufgaben. Anlass zur Freude sei die Feier zur Markterhebung vor 550 Jahren. Größere Veranstaltungen seien nicht geplant, angedacht sei lediglich ein Festabend. Bauer sagte mit Nachdruck: "Nur wer an die Zukunft glaubt, glaubt auch an die Gegenwart." Der Bürgermeister ergänzte: "Es gibt nur eine wichtige Zeit: Heute, hier, jetzt!" Er zitierte in der Neujahrsansprache auch ein afrikanisches Sprichwort: "Wenn du schnell gehen willst, geh allein. Wenn du weit gehen willst, geh mit anderen."

Mitmenschlichkeit

Mehr denn je - auch angesichts von Schreckensmeldungen, Krisen und Konflikten - werde deutlich, wie sehr die Gemeinschaft auf die Mitmenschlichkeit angewiesen sei. Bauer verwies auch auf die Debatten um Flüchtlinge und mahnte eindringlich zur Menschlichkeit. Mit Blick auf Falkenberg meinte der Bürgermeister: Das Fahrwasser werde ruhiger. "Auch wenn immer noch oder immer wieder Probleme auftauchen. Die Wasserrohrbrüche verursachen Kopfzerbrechen." Intensiv werde man sich mit der Wasserleitung, dem Hochbehälter und der Wasseraufbereitung im Wasserhaus beschäftigen müssen. Bauer bat um Verständnis: "Eine Gebührenneukalkulation wird unumgänglich sein."

Als erfreulich wertete der Bürgermeister die baldige Fertigstellung des Ahornwegs. Formen habe auch die Bocciabahn angenommen. Nach langwierigen Verhandlungen konnte die Stoffelsbrücke gebaut werden. Weiter erinnerte Bauer an die Fertigstellung des Radweges vom Wasserhaus bis hin zur Staatsstraße. In Sachen Gleichstromtrasse warte man gespannt auf eine Entscheidung. Als besonders erfreulich wertete Bauer das Interesse von rund 100 Kindern am Ferienprogramm der Marktgemeinde. "Auch die Senioren sind bei den vielen Veranstaltungen gut aufgehoben." Lobend wandte sich Bauer sowohl an Jugendbeauftragte Alexandra Hasenfürter, als auch an die Ansprechpartnerin für die ältere Generation, Rita Wildenrother. Für viel Arbeit sorge die wiedereröffnete Burg. Unterstützung erhalte man von Ehrenamtlichen und Mitgliedern vom "Forum Falkenberg". Einen besonderen Dank richtete Bauer an die Burgbeauftragten Peter Bork und Matthias Grundler. Neue Einrichtungen seien entstanden, so zum Beispiel das Hutzacafé, eine "Bodere" habe sich am Marktplatz etabliert. "Eine Pizzastube bereichert den Ort." Die Friedhofskapelle sei "ganz toll saniert worden". Problematisch gestalten sich die Grunderwerbsverhandlungen für die von der Gemeinde geplanten Bauplätze. Die Zahl der Parzellen bezifferte Bauer auf 35.

Dankbar für jedes Lächeln

Nicht unerwähnt ließ der Bürgermeister das Open Air mit "Manfred Mann's Earth Band" auf der Droht und den gelungenen Weihnachtsmarkt in und bei der Burg. Bauer zitierte Kennedy: "Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst." Persönlich bedankte sich der Bürgermeister "für jedes Lächeln, für jedes Schulterklopfen, für jegliche Aufmunterung". Dankend wandte er sich auch an all diejenigen, die nichts unversucht lassen, den Markt positiv in der Öffentlichkeit darzustellen. Im Namen der Gemeinde lobte Herbert Bauer den unternehmerischen Mut und die positive Entwicklung der Firma IGZ. Zudem freute sich Bauer über 15 neue Gemeindebürger. Er bedauerte neun Todesfälle. Bürgermeister Bauer verwies auch auf die Bürgerversammlung am 16. Januar ab 20 Uhr im Tagungszentrum.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.