Sanierung der Friedhofskapelle in Falkenberg
Kräftig auf den Putz gehauen

Das schmucke Kirchlein bildet den Mittelpunkt im Falkenberger Friedhof. Bis zum Frühjahr ruht die Baustelle, dann soll die Sanierung endgültig abgeschlossen werden, so Kirchenpfleger Albert Zrenner. Bild: wro
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Falkenberg
16.12.2016
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Kirchenpfleger Albert Zrenner kann sich gut vorstellen, dass man das Kircheninnere mit einer Glas-Stele und einem Kreuz ausstatten könnte. Buntes Glas wünscht sich die Kirchenverwaltung in der Grotte. Bild: wro

Wenn Falkenberger etwas anpacken, dann richtig. Und so hauten sie mächtig auf den Putz - im wahrsten Sinne der Worte. Allerdings blieben bei der Sanierung der Friedhofskapelle Überraschungen nicht aus.

"Nach vielen Jahren zähen Ringens und deprimierender Zwischenergebnisse ist es der katholischen Kirchenverwaltung endlich gelungen, für die Sanierung der Friedhofskapelle die Genehmigung der Denkmalschutzbehörde und der Bischöflichen Finanzkammer (Stiftungsaufsicht) zu erhalten." In Falkenberg erinnert man sich noch gut an diese, damals erfreuliche Nachricht im August-Pfarrbrief 2015.

Ein Jahr und vier Monate später zieht Kirchenpfleger Albert Zrenner nun eine erfreuliche Zwischenbilanz: "Die Sanierung erfolgte im Handumdrehen." Im Frühjahr dieses Jahres habe man mit der Trockenlegung beginnen können. "Das Dach wurde in Eigenleistung abgebaut. Danach mussten große Teile des Dachstuhls im Schwellenbereich erneuert, das Dach anschließend neu eingedeckt werden. Auf einer Höhe von rund zwei Meter wurde der Innenputz, komplett dagegen der Außenputz erneuert", fährt Zrenner in seiner Auflistung fort. Gespannt war man auf den Zustand des Granitbodens, auf dem vor Jahrzehnten noch ein anderer Stein verlegt worden war. "Die alten Platten waren noch in gutem Zustand", schildert der Kirchenpfleger das von vielen mit Neugier erwartete Ergebnis der Freilegung. Diese darunter liegenden Platten konnten zwar noch verwendet werden, mussten aber mit sehr viel Aufwand bearbeitet und einer Reinigung unterzogen werden. Im Außenbereich habe man neues Pflaster verlegen müssen.

Altarstufe gefunden

Für eine Überraschung sorgten die weiteren Ausbauarbeiten am Innenboden. "Dort fand man eine alte, aber leider irreparabel beschädigte Altarstufe." Daher musste der Bodenbelag sowohl in der Apsis, als auch in der Lourdes-Grotte, schließlich auch im Türbereich mit neuem Material ausgestattet werden. "Das Läuten ist nun keine Kunst mehr", freut sich der Falkenberger und verweist auf den neuen, elektromagnetischen Glockenantrieb im Kapellenturm. Bereits an Allerheiligen erklang das elektrisch betriebene Glöcklein im "Probebetrieb". Was die weiteren Arbeiten anbelangt, bleibt Albert Zrenner zuversichtlich. Die kleine Kapelle am westlich vom Ort gelegenen Gottesacker ist noch lange nicht fertig. "Nun gilt es - selbstverständlich wieder unter Mitwirken der entsprechenden Behörden - eine passende Innenausstattung zu finden."

Glas-Stele

Zrenner kann sich gut vorstellen, dass man das Kircheninnere mit einer farblich gestalteten Glas-Stele und einem Kreuz ausstatten könnte. Buntes Glas wünscht sich die Kirchenverwaltung in der Grotte. "Gespannt warten wir auch die Vorschläge aus dem Atelier Otte", zeigt sich Zrenner neugierig. Diese - so der Kirchenpfleger - werden bereits im Januar kommenden Jahres in Falkenberg erwartet. Zeitnah sollen die restlichen Ausschreibungen, anschließend die Vergabe der Gewerke für die weitere Sanierung der Friedhofkapelle vorgenommen werden, um im kommenden Frühjahr zügig weitermachen zu können.

Die KostenAls besonders erfreulich wertet Kirchenpfleger Albert Zrenner die Tatsache, dass die Bischöfliche Finanzkammer bereits einen Zuschuss von 66 700 Euro ausbezahlt hat und von Bayerischer Landesstiftung, Bezirk Oberpfalz und seitens des Landkreises ebenfalls Zuschüsse in Höhe von insgesamt 35 000 zu erwarten sind. Die Marktgemeinde Falkenberg wird sich mit etwa 62 000 Euro an den Kosten beteiligen. Den Restbetrag von rund 62 000 Euro wird die Kirchenverwaltung Falkenberg (mit Zustimmung der Bischöflichen Finanzkammer) aus eigenen Mitteln finanzieren. Ergänzend informiert Zrenner: "Die Zustimmung der Bischöflichen Finanzkammer konnten wir vor allem auch deshalb erreichen, weil unsere Rücklagen auf die Tätigkeiten vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter in unserer Pfarrei zurückzuführen waren." Dem Engagement der Falkenberger sei es zu verdanken, dass während der vergangenen 20 Jahre umfangreiche Sanierungen, unterstützt durch Fördergelder der Bischöflichen Finanzkammer, realisiert werden konnten. Zrenner erinnert dabei an den Erhalt des Pfarrheims und des Schwesternwohnhauses, die Sanierung von Pfarrkirche (außen und innen) und Friedhofmauer sowie an die Maßnahmen im Kindergarten. Mit einem besonderen Lob wendet sich Zrenner an die Bevölkerung: "Wir sagen allen Mitwirkenden in der Pfarrei ganz herzlich Vergelt's Gott." (wro)
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