15.03.2018 - 20:10 Uhr
Falkenberg

Warteliste beim Hauswirtschaftliche Fachservice

Die Sozialeinsätze des Hauswirtschaftlichen Fachservice sind deutlich zurückgegangen. Trotzdem haben die Mitglieder reichlich zu tun. Denn in anderen Bereichen gibt es Zuwächse.

Der Vorstand des Vereins für Hauswirtschaftlichen Fachservice strebt eine Anerkennung an, um Dienste für ältere Menschen über Pflegekassen abzurechnen zu können. Vorne, sitzend von links Christiana Enslein vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, stellvertretende Vorsitzende Antje Kopp-Lüdemann, Kassierin Angela Protschky, Schriftführerin Anni Helm; hinten, stehend von links Christine Neuber, Anita Schröter, Angela König, Petra Fröhlich und Sidonia Koller. Bild: exb
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Hauswirtschaft ist die Kunst, den Alltag mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und Handlungsspielräumen zu bewältigen und in Lebenskultur zu verwandeln. Das Zitat stammt aus dem Buch: "Von der Feuerstelle zur Mikrowelle - Haushalt und Wohnen im Wandel" von Michael Andritzky. Dies ist auch das Leitmotiv des Hauswirtschaftlichen Fachservice Tirschenreuth, der seine Jahreshauptversammlung im Hutza-Café Neuber abhielt.

Stellvertretende Vorsitzende Antje Kopp-Lüdemann ließ stellvertretend für die erkrankte Vorsitzende Petra Lang das vergangene Jahr Revue passieren. Besonders hob sie die überaus interessanten Fortbildungen über Konfliktmanagement auf Bezirksebene in Schwandorf/Ettmannsdorf mit André Putzlocher von der Tourismusschule aus Wiesau hervor. Zudem verwies sie auf den Haushaltstechniklehrgang am Agrarbildungszentrum in Landsberg am Lech, den Mitglieder besucht haben.

Leider seien im Vergleich zum Vorjahr die Sozialeinsätze etwas zurückgegangen. Es seien aber erfreulicherweise die Nachfragen nach hauswirtschaftlichen Dienstleistungen, besonders in Seniorenhaushalten, massiv angestiegen. Hier gebe es bereits Wartelisten, so Antje Kopp-Lüdemann. "Der demografische Wandel ist sehr deutlich zu spüren, die ständig steigende Zahl der älter werdenden Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, bemerken wir sehr deutlich." Deshalb strebe der Verein die Anerkennung beim Zentrum Bayern Familie und Soziales an, um auch Dienste für ältere Menschen anbieten und über die Pflegekassen abrechnen zu können.

Weiterhin berichtete die stellvertretende Vorsitzende vom geplanten Internetauftritt. Dieser soll im April zur Verfügung stehen - modern und ansprechend in Anlehnung an den bereits vorhandenen Flyer. Antje Kopp-Lüdemann bedankte sich bei den Mitgliedern für die geleistete Arbeit. Besonders hob sie Schriftführerin Anni Helm hervor, die seit der Vereinsgründung dieses Amt ausübt.

Im Anschluss zeigte Fachberaterin Christiana Enslein vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Qualifizierungsmöglichkeiten auf. Nur durch kontinuierliche Fortbildung könne der Qualitätsstandard der Dienstleistung aufrechterhalten werden, so Enslein.

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