08.10.2017 - 20:00 Uhr
FensterbachOberpfalz

Musikalischer Abend in Dürnsricht: Letzter Vorhang für Sitzweil

Während draußen die ersten Herbststürme tobten, trafen sich die Freunde bodenständiger Musik im Sportheim der DJK Dürnsricht zu einem gemütlichen Abend mit bodenständiger Musik. Sowohl die Musikanten als auch die Zuhörer verbrachten den Abend mit gemischten Gefühlen.

von Heinrich Niebauer (NIB)Profil

Zum zwölften Mal trafen sich die Musikerinnen und Musiker sowie die Zuhörer laut Luise Deiminger, die souverän durch den Abend führte, zur Sitzweil in Dürnsricht. Es ist aber wohl das letzte Treffen, denn für die Sportheim-Wirtin "Susi" Schmidt als große Förderin der Veranstaltung, endet die Pachtzeit mit Ablauf des Jahres. So wird es auch die Sitzweil in dieser Form wohl nicht mehr geben.

Deiminger blickte kurz zurück. Rund 30 Musikantengruppen sind im Laufe der Jahre bei den Veranstaltungen aufgetreten. Auch habe die Veranstaltung einen festen Stamm von Gästen. Dies zeige, so Deiminger, dass die Veranstaltung sehr gut angenommen wurde. Diesmal konnte sie mit den Seeberger Moidln, "De 3 Andern", der Gruppe "Lengfelder Holzscheidlgrijch" und Edi Biersack ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm präsentieren.

Die Seebauer-Moidln Marga und Marille aus Weiden eröffneten den Abend mit ihren gefühlvollen Liedern über die Heimat. "De 3 Andern" waren immer wieder gern Gast in Dürnsricht und wünschten auch diesmal "alls, blos koa Wasser niad". Ein besonderes Schmankerl bekamen die Zuhörer an diesem Abend mit dem "Holzscheidlgrijch" präsentiert. Nach längerer Abstinenz waren die ursprünglich aus Burglengenfeld stammenden Musiker für diesen Auftritt wieder zusammen gekommen. "Wir haben dafür auch geprobt und wenn es etwas schräg klingt, dann gehört sich des so", stellte Franz von "De 3 Andern" die Gruppe vor, in der er selbst mitspielte. Ihre Stücke stammen zum Großteil aus alten Noten, die sie vom Museum zur Verfügung gestellt und auf ihre Bedürfnisse umgeschrieben haben. Auch die Musikinstrumente wie der Dudelsack und die Böhmische Harfe sind nach alten Vorbildern selbst gebaut oder sind wie die Bassposaune schon 100 Jahre alt.

Nur ein Mal habe er gefehlt, wusste Luise Deiminger zu berichten, und so zähle Edi Biersack zum festen Bestandteil der Sitzweil in Dürnsricht. Abwechselnd musizierten die Gruppen und Musikanten und boten bodenständige Volksmusik. Auch forderten sie das Publikum immer wieder auf mitzusingen.

Dieser Aufforderung kamen die Gäste auch gern nach. Zwischen den einzelnen Beiträgen gaben die Akteure Witze zum Besten, die für viel Heiterkeit im Saal sorgten.

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