Theologin referiert über Stress bei Eltern und beim Kind im Kindergarten
Warnsignale früh hören

Lokales
Fensterbach
27.04.2013
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Nicht nur die Eltern sind gestresst, sondern oftmals auch die Kinder. Zu diesem Thema referierte Diplom-Theologin Martina Endres-Dechant auf Einladung des Elternbeirates des Kindergartens. Die Referentin gab den Zuhörern auch Tipps und Hinweise für den Umgang mit Stress bei Eltern und Kindern

Stress werde heute bereits sehr schnell als Synonym unter anderem für "wenig Zeit" oder "viel zu tun" verwendet. Martina Endres-Dechant gab eine kurze Zusammenfassung zur Bedeutung des Wortes "Stress" und den verschiedenen Unterscheidungen. Neben dem positiven Stress, der zu einer kurzzeitigen Leistungssteigerung führe, gebe es auch die negative Form, den Dauerstress. An dessen Ende stehe die körperliche und geistige Erschöpfung - auch als Burnout bezeichnet.

"Es sind nicht die großen Veränderungen, sondern oft schon kleine Dinge, die für eine Entspannung der Situation sorgen", betonte die Referentin aus ihrer beruflichen und ihrer Erfahrung als Mutter von drei Kindern. Permanenter Stress habe negative Auswirkungen auf den Organismus. Sprichwörter wie "das schlägt auf den Magen" unterstreichen dies. Beunruhigend sei es, dass diese Symptome bereits bei Kindern vermehrt zu beobachten seien.
"Stress braucht Bewegung", riet die Expertin den Besuchern und empfahl Sport zum Abbau der Belastungen. Auch das Kind in den zu Arm nehmen, bewirke, dass es zur Ruhe komme. Oft sei Stress aber auch selbst erzeugt. Die Anforderungen an das Kind müssten auf dessen Niveau herunter gebrochen werden. Wichtig sei es auch, dem Nachwuchs die gebührende Anerkennung zu zeigen, oder ihm auch Schwächen zuzugestehen. Die richtige Einschätzung der Situation sei die Sache der Eltern.

Bei Kindergartenkindern sollten Eltern dann hellhörig werden, wenn ihre Kleinen zum Beispiel Langeweile verspüren, obwohl viele Spielsachen vorhanden sind, oder auch, wenn die Kinder nicht schlafen können obwohl sie müde sind. Um Stress erst gar nicht aufkommen zu lassen oder minimal zu halten, sei es wichtig, dass dem Nachwuchs klare Regeln vorgegeben und diese auch eingehalten werden.

"Blocken sie in hektischen Momenten nicht unwirsch ab, sondern behalten sie immer ein offenes Ohr für die Probleme Ihrer Kinder", riet die Rednerin. Aggressives Stören sei oft eine kindliche Reaktion auf Druck und Überforderung. Negative Verhaltensweisen wie Streit und körperliche Gewalt sollten auf alle Fälle vermieden werden, da sie nur neue Probleme schaffen würden.
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