28.07.2017 - 20:10 Uhr
FensterbachOberpfalz

Diskussion um Feuerwehr-Bedarfsplan scheint zum Dauerbrenner zu werden Rivalität schlechter Ratgeber

Nach der Ablehnung des Feuerwehr-Bedarfsplans (wir berichteten) wird Fensterbach wohl noch eine gute Weile mit diesem Thema beschäftigt sein. Nicht zuletzt auch, weil Klartext gesprochen wurde. Jetzt steht gar die Möglichkeit im Raum, dass ein Bürgerentscheid auf den Weg gebracht wird.

von Autor HOUProfil

Der Wolfringer Gutsbesitzer Carl Graf zu Eltz (WG Wolfring) ist einer der dienstältesten Gemeinderäte. Als nun im Plenum über einen Feuerwehr-Bedarfsplan beschlossen werden sollte, platzte ihm der Kragen, "Seit 27 Jahren diskutieren wir das Thema Feuerwehr rauf und runter", erinnerte er sich und ließ erkennen: Jetzt habe man einen Bedarfsplan und sollte sich daran orientieren.

Bürger sollen entscheiden

Danach wurde der Adelige noch deutlicher. "Wenn nicht, lassen wir die Bürger entscheiden, ob es hier eine, zwei oder drei Feuerwehren in der Gemeinde gibt!" Er sei es leid, immer wieder Diskussionen führen zu müssen, fügte Carl zu Eltz hinzu und ließ erkennen, dass er selbst bereit sei, durchaus einen Bürgerentscheid zu diesem Thema in die Wege zu leiten.

Rivalität unverständlich

Im Verlauf der Debatte wurde wiederholt deutlich, dass zwischen den drei Feuerwehren offenbar eine draußen in der Bürgerschaft unverständliche Rivalität herrscht. Unter dem Motto, wie es einer der Gemeinderäte beschrieb: "Was die haben, wollen wir auch."

In einem weiteren Punkt ging es um die Beförderung von Kindern per Schulbus, die von der Gemeinde für 2017/18 neu ausgeschrieben wurde. Dazu gab es drei Angebote. Den Zuschlag erhielt, wie Bürgermeister Christian Ziegler in der Gemeinderatssitzung informierte, das Nabburger Busunternehmen Wild.

Die fünfte Änderung des Bebauungsplans Dürnsricht-Mitte nahm die Hürde des Plenums. Zu befinden war dabei über verschiedene Einwände und Vorschläge, die von Behörden wie dem Landratsamt und dem Kommunikationsunternehmen Telekom kamen. Dies geschah zustimmend. Der Plan wird nun erneut für vier Wochen öffentlich ausgelegt.

Im Jahr 2019 feiert Wolfring sein 900-jähriges Bestehen. Darüber informierte Ziegler und fügte hinzu, man müsse sich Gedanken dazu machen, wie sich die Gemeinde bei geplanten Festlichkeiten einbringe.

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