Gemeinderat Fensterbacher besichtigt Wohnbaugebiet Steinleite II
Sogar Schweizer interessieren sich für Parzelle

Blick über den Zaun: Das Dorfwirtshaus in Wolfring wird saniert. Wenn das geschehen ist, könnte im Bereich eines abgebrochenen Schlachthauses ein Biergarten entstehen. Dann aber bräuchte der neue Besitzer Parkplätze. Bilder: hou (2)
Politik
Fensterbach
16.10.2017
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Der Erntedank trifft manchmal auch auf die Kommunalpolitik zu. Als der Fensterbacher Gemeinderat auf Besichtigungsfahrt ging, präsentierte der Bürgermeister fast nur positive Nachrichten.

Es ging unter anderem nach Dürnsricht und dort zum Wohnbaugebiet Steinleite II. Von elf in diesem Areal ausgewiesenen Parzellen sind noch vier frei. Die meisten derer, die sich dort niederlassen wollen, kommen von auswärts. Zum Beispiel, wie Bürgermeister Ziegler erzählte, aus der Schweiz. Ein Ehepaar hatte die Pläne im Internet gesehen, war angereist und hatte einen Bauplatz gekauft.


Erstes Ziel an diesem Herbstnachmittag war jedoch der Hort in Högling. Er ist längst keine Baustelle mehr, die Erweiterungs- und Sanierungsarbeiten mit einem Kostenaufwand im hohen sechsstelligen Bereich sind so gut wie abgeschlossen. Dazu gehören neben einem Anbau auch die Gestaltung der Außenanlagen. Auf dem Gelände in Högling stehen noch Blechcontainer, die man übergangsweise als Quartier für die Kinder brauchte. Jetzt stellt sich die das ganze Projekt abschließende Frage, ob man sie behält oder veräußert.

In Wolfring hat der Unternehmer Hans Gradl das Dorfwirtshaus, ehedem im Besitz der Metzgerei Kiener, gekauft und inzwischen damit begonnen, alle Fenster zu erneuern. Danach will Gradl nahtlos mit der Sanierung fortfahren und auch die Gaststube erhalten. Draußen vor dem Haus ist unterdessen das altes Schlachthaus abgebrochen worden. "Hier könnte ein Biergarten entstehen", berichtete Bürgermeister Christian Ziegler aus Gesprächen.

Hans Gradl könnte die Fläche auch für Parkplätze von künftigen Hausgäste nutzen. "Doch das wäre schade", unterstrich der Bürgermeister und suchte zusammen mit den Gemeinderäten nach Parkmöglichkeiten im näheren Umfeld. Die ließen sich unter Umständen einrichten. Doch ehe darüber weiter diskutiert wird, muss erst das Gebäude in neuem Glanz erstrahlen.

Nur wenige Hundert Meter vom Wirtshaus entfernt steht das Rathaus. Dort hatte es im August vor dem Gebäude einen Rohrbruch gegeben, der fatale Folgen nach sich zog. Wasser strömte aus, die Innenwand eines Kellerraums war klitschnass. Unverzüglich wurde von innen die Feuchtigkeit durch eine neue Versiegelung gebannt. Doch von außen her wird man im Frühjahr aufgraben müssen, um alle Mängel zu beheben. Das wird zulasten der Gemeinde gehen, während die Behebung des Wasserschadens von innen ein Versicherungsfall war.

Auf dem Areal des gemeindlichen Bauhofs wollte Christian Ziegler den Räten eigentlich nur eine Photovoltaikanlage zeigen, die unlängst auf dem Dach eines dem Wasserzweckverband gehörenden Gebäudes in Betrieb genommen worden war. Dann aber richteten sich die Blicke auf den Zustand des Bauhofs, der längst eine sanierende und gestaltende Hand nötig hätte. "Wir brauchen neue Lösungen", ließ der Bürgermeister anklingen und verwies auf Nachbargemeinden, die in diesen Bereich vor Jahren investiert hatten.
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