23.02.2018 - 20:00 Uhr
Fensterbach

Kommunales Finanzpaket vorgestellt Haushalt ohne Kreditaufnahme

Die Zeit größerer Finanzspielräume ist zumindest vorläufig vorbei. Doch nach Ansicht von Kämmerer Thomas Rambach muss sich die Gemeinde Fensterbach keine Sorgen darüber machen, dass geplante Investitionen nicht bezahlt werden können

Schritt für Schritt, weil nicht alles auf einmal gemacht werden kann: Die Sanierung baufälliger Brücken über den Fensterbach geht auch 2018 weiter. Dafür stehen 200 000 Euro im Haushalt. Archiv-Bild: hou
von Autor HOUProfil

Es ist üblich, dass der Etat vorbesprochen wird, ehe es zur Verabschiedung des Finanzpakets kommt. Dieser Tradition folgte Kämmerer Rambach auch heuer. Dem Gemeinderat legte er Zahlen und Daten vor, die der Orientierung dienten und gleichwohl auch deutlich machten, dass keine Kredite auf dem Finanzmarkt notwendig sind, um alle Vorhaben zu realisieren.

Die Gemeinde erhält laut Rambach 3,094 Millionen Euro an Steuern, allgemeinen Zuwendungen und Umlagen. 2017 waren es 3,323 Millionen. Darin enthalten sind 1,3 Millionen Euro an Gewerbesteuer. 2018 waren es 1,5 Millionen. Der Kämmerer bezifferte die Gesamteinnahmen im Verwaltungsetat auf 4,2 Millionen Euro. Dies sind rund 100 000 Euro weniger als 2017.

Lohnerhöhungen

Die Ausgaben für das Personal stehen mit 1,235 Millionen im Plan. 2017 waren das 1,166 Millionen. Dem Gemeinderat erläuterte Rambach, dass es sich bei der Steigerung um tarifliche Lohnerhöhungen handele. Interessant war, was folgte: Aufgrund ihrer Haushaltspolitik muss die Gemeinde heuer nur noch 30 000 Euro Zinsen zahlen. Diese Summe, so Rambach, werde sich in den kommenden Jahren noch weiter verringern.

Im Rahmen seiner Erläuterungen machte der Kämmerer deutlich, dass es heuer nicht mehr die Finanzspielräume vergangener Jahre geben werde. "Der Rücklagenstand ist nahezu aufgezehrt", ließ Rambach erkennen. Gleichwohl aber bestehe kein Grund zur Besorgnis. Man sei in der Lage, geplante Investitionen zu leisten und müsse keine Kredite aufnehmen.

Es gibt ein Fensterbacher Investitionsprogramm für 2018. Darüber hatte das Plenum vor wenigen Wochen bei einer gemeinsamen Klausurtagung diskutiert. In dem Plan steht der Kauf eines neuen Löschfahrzeugs für die Feuerwehr Wolfring. Es kostet 380 000 Euro. Restzahlungen von 60 000 Euro sind für die finanzielle Abwicklung der Kindergartensanierung in Högling zu erwarten. Das Projekt gilt unterdessen als abgeschlossen.

Kanalkataster

Für die Erstellung eines sogenannten Kanalkatasters hat Kämmerer Rambach 480 000 Euro in den Haushaltsplan gestellt. Hinzu kommen 350 000 Euro für Kanalbaumaßnahmen in Dürnsricht. In Freihöls soll heuer das Breitband verlegt werden. Dafür sind 350 000 Euro vorgesehen. Die Sanierung der maroden Brücken über den Fensterbach soll fortgeführt werden. Mit einem Finanzansatz von 200 000 Euro. Der Allwetterplatz an der Dürnsrichter Grundschule bedarf einer Sanierung. Dafür sind 60 000 Euro vorgesehen. Zudem hat der Kämmerer den Betrag von 90 000 Euro für den Erwerb kommunaler Fahrzeuge vorgesehen. 540 000 Euro kostet die Erschließung einer Straße im Baugebiet Dürnsricht-Mitte. Es gibt darüber hinaus eine Vielzahl kleinerer Projekte wie etwa den Erwerb von Grundstücken (100 000 Euro). Auch dafür ist Geld vorhanden. Der Gemeinderat nahm Rambachs Ausführungen zur Kenntnis. Im März wird das Plenum den Haushalt für 2018 dann endgültig auf den Weg bringen.

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