23.10.2017 - 18:28 Uhr
FensterbachOberpfalz

Godelmann-Mitarbeiter helfen Hochwasserschäden in Anzenkirchen zu beheben Nichts ist mehr, wie es war

Sie zögerten nicht lange und rückten aus. An vier Wochenenden waren Mitarbeiter des Steinerzeugerunternehmens Godelmann im niederbayerischen Anzenkirchen ehrenamtlich im Einsatz, um Hochwasserschäden zu beheben.

In Niederbayern wurde nach einer Flutkatastrophe angepackt. An vier Wochenenden waren Godelmann-Mitarbeitern im ehrenamtlichen Einsatz. Bild: exb
von Autor HOUProfil

Im Juni 2016 hatte ein schweres Unwetter drei kleine Bäche zu reißenden Flüssen werden lassen. Anzenkirchen wurde zu 80 Prozent überschwemmt. Seitdem ist in dem Dorf nichts mehr so, wie es einst war. Manche Anwesen wurden abgebrochen und werden nicht mehr errichtet. Andere bedürfen bis heute der Renovierung. Mit 14 Leuten brach Uli Bauriedl vom Betriebssitz in Högling aus auf. Die Männer hatten dazu Urlaub genommen und leisteten auf dem Außengelände mehrerer Gehöfte wertvolle Dienste. Das Material wurde teilweise aus einem Fond finanziert, Fahrzeuge und die für Schadensbehebungen notwendige Ausrüstung kam von Godelmann. Bauriedl hatte im Vorfeld des Hilfseinsatzes Kontakt mit dem Bayerischen Roten Kreuz aufgenommen und bei Gesprächen erfahren, wo auch weit über ein Jahr nach der Unwetterkatastrophe noch Not am Mann herrscht. "Es sieht noch immer schlimm aus in Anzenkirchen", stellten die ehrenamtlichen Helfer bilanzierend fest.

"Wir haben mit unserer Arbeit neun Familien helfen können", berichtete Uli Bauriedl nach der Rückkehr aus Niederbayern. Das ging mit einem Zeitaufwand von 579 Stunden einher. Die nächste Aktion steht bereits bevor: Unmittelbar nach dem Weihnachtsfest wird Bauriedl mit einer Lkw-Kolonne nach Rumänien reisen und dort Geschenkpakete an Bedürftige übergeben. Das geschieht heuer zum zehnten Mal.

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