Mängel am Erweiterungsbau des Kindergartens in Högling
„In Wohlgefallen aufgelöst“

Im Oktober hatte der Fensterbacher Gemeinderat zu einer Ortsbesichtigung angesetzt, als ihm von mutmaßlich eklatanten Mängeln am Erweiterungsbau des Kindergartens in Högling berichtet worden war. Daraufhin kam wenige Tage später ein Sachverständiger, der nun dem Plenum in seinem Fazit mitteilte, dass sich "vieles im Toleranzbereich befunden hat." Archivbild: hou
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Fensterbach
15.12.2016
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Die Zusammenfassung könnte so lauten: Es war bei weitem nicht so schlimm, wie anfangs vermutet. Nach vermeintlich eklatanten Mängeln am Erweiterungsbau des Kindergartens in Högling hatte der Fensterbacher Gemeinderat einen Sachverständigen eingeschaltet. Der gab jedoch nun Entwarnung.

Der Vorgang hatte für Diskussionen gesorgt. Nicht nur verwaltungsintern, sondern auch bei der Bevölkerung. Zur Erinnerung: Im Oktober informierte Vizebürgermeister Josef Sturm den Gemeinderat von, wie es Bürgermeister Christian Ziegler jetzt formulierte, "eklatanten Mängeln beim Kindergarten-Erweiterungsbau." Das Plenum war beunruhigt. Es stimmte sofort zu, einen Sachverständigen einzuschalten und anwaltlichen Rat bei der Wahrnehmung gemeindlicher Interessen zu suchen. Außerdem gab es eine Ortsbesichtigung des Gemeinderats.

Viel im Toleranzbereich

Der sachverständige Diplom-Ingenieur Oliver Haberer aus Wenzenbach schilderte nun in der Dezember-Sitzung des Gemeinderats seine gewonnenen Eindrücke. Viele der vermeintlichen Mängel hätten sich im sogenannten Toleranzbereich befunden, ließ Haberer anklingen. Gleichwohl aber habe es Erscheinungsbilder wie eine um vier Zentimeter differierende Wand gegeben, die der Nachbesserung bedurft hätten. Ein verfügter Baustopp war nach Haberers Besuch in Högling aufgehoben worden. Außerdem hatte bereits seinerzeit die ausführende Firma aus Amberg unverzüglich erklärt, sie werde mögliche Nachlässigkeiten beheben und selbstverständlich für die Kosten aufkommen.

Das war der Zustand, den Oliver Haberer mündlich beschrieb und auch in seinem schriftlichen Gutachten niederlegte. Vizebürgermeister Josef Sturm ergriff das Wort und hob hervor: "Ich habe in meiner 48-jährigen Tätigkeit am Bau noch keine solch schlampige Ausführung gesehen." Die beauftragte Firma aus Amberg, die den Begriff "meisterhaft" auf einer Reklametafel verwende, könne diese Formulierung streichen, fuhr er fort und ergänzte, auch Planer und Bauüberwachung "hätten das sehen müssen." Der Gutachter blieb bei seinen Untersuchungsergebnissen und wiederholte, viele der Kritik unterworfenen Punkte seien im Toleranzbereich gewesen.

Zwischenzeitlich ist nach Worten von Bürgermeister Christian Ziegler die Putzfirma tätig geworden und habe "sauber gearbeitet." Danach zog Ziegler ein Fazit: "Wir kennen nun die Meinung des Sachverständigen. Es hat sich vieles in Wohlgefallen aufgelöst."
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