06.03.2018 - 20:00 Uhr
Fensterbach

Godelmann rodet fünf Hektar Wald Wald weicht Sandabbau

Das Steinerzeuger-Unternehmen Godelmann mit Sitz in Högling hat umfangreich damit begonnen, sein Vorhaben in die Tat umsetzen. Zur weiteren Sandgewinnung aus einer Grube bei Freihöls sind fünf Hektar Wald gerodet worden.

Während der zurückliegenden Tage sind westlich des Dorfes Freihöls rund fünf Hektar Wald gerodet worden. Die Stämme mussten einer erst in mehreren Monaten beginnenden Sandgewinnung weichen. Bild: hou
von Autor HOUProfil

-Freihöls. Der Tagebau Amberg-Ost, wie er sich damals nannte, war im vergangenen Jahr von der Heidelberger Sand und Kies GmbH an die Firma Godelmann übergegangen. Gleichzeitig wechselte die damals bereits erteilte bergaufsichtliche Genehmigung zur Grubenerweiterung an den Höglinger Steinerzeuger. Nicht lange danach erwarb Unternehmer Bernd Godelmann die Waldflächen zweier in Freihöls ansässiger Landwirte. Erst dadurch wurde er definitiv in die Lage versetzt, den Sandabbau fortzusetzen.

Unterdessen sind umfangreiche Rodungsarbeiten im Forst westlich der Ortschaft Freihöls nahezu abgeschlossen. Teilweise auf einem Areal unweit der Bahnlinie Schwandorf-Amberg, das ohnedies bereits dem damaligen Eigner Heidelberger gehörte. Großflächig aber auch auf einem Waldgrundstück in Richtung Freihöls, das Bernd Godelmann erst später erworben hatte.

Zwischenzeitlich sind nun fünf Hektar Baumbestand abgeholzt worden. Einen zunächst stattfindenden Abtransport der Stämme über die Freihölser Ortsstraße unterband Unternehmer Godelmann sofort, als ihm diesbezügliche Klagen von Anwohnern vorgetragen wurden. Die Ortsstraße ist seit vielen Jahren für den Schwerlastverkehr gesperrt.

Der Sandabbau auf den nunmehr gerodeten Bereichen beginnt nach Einschätzungen des Grubenbesitzers "erst in etwa vier bis fünf Monaten". Bis dahin gibt es noch Sandvorräte in der weitgehend über 30 Meter tiefen Grube. Gleichwohl aber, so deutete Bernd Godelmann an, würden jetzt erste Versuche anlaufen, den Sand per Bagger zu gewinnen. Dieses sogenannte Ripper-Verfahren soll dabei behilflich sein, Sprengungen in Richtung von Freihöls künftig zu vermeiden.

Kommentare

Um Kommentare vefassen zu können müssen Sie sich Anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.