28.03.2017 - 20:12 Uhr
FensterbachOberpfalz

Wachstums-Tempo steigt weiter Vier Banken im Aufwind

Trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase und immer stärkerer Vorschriften sei das Jahr 2016 für die Genossenschaftsbanken im Landkreis erfolgreich verlaufen, versicherte Bernhard Werner. Und auch wenn online "in" ist: "Die Filiale ist und bleibt unser wichtigster Kontaktpunkt zum Kunden."

Die Führungsriege des Kreisverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken im Landkreis Schwandorf mit (von links) Franz Schießl, Bezirkspräsident Maximilian Zepf, Christian Seidl, Michael Köstler, Thomas Stalla, Kreisverbandsvorsitzenden und Vorstandssprecher Bernhard Werner, stellvertretendem Kreisverbandsvorsitzenden Sebastian Gehmacher und Christian Muck. Bild: Dobler
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Fensterbach/Schwandorf. Bernhard Werner (Nabburg), Kreisverbandsvorsitzender und Vorstandssprecher der Raiffeisenbank im Naabtal, präsentierte die vier Volks- und Raiffeisenbanken im Landkreis Schwandorf, die im Genossenschaftsverband zusammengeschlossen sind, als "starken und erfolgreichen Partner - auch in Zeiten mit schwierigem Marktumfeld".

Die Raiffeisenbank im Naabtal , die Raiffeisenbank Bruck, die VR Bank Burglengenfeld und die Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau hätten sich "im Geschäftsjahr 2016 in einem durchweg herausfordernden Marktumfeld erfolgreich behauptet und ihre Position in der Region gestärkt."

Bei einer Pressekonferenz im Hotel-Gasthof Wolfringmühle in Fensterbach betonte Werner, mit einem Anstieg um über vier Prozent oder 61,8 Millionen Euro auf 1,564 Milliarden Euro blieben die Kreditgenossenschaften im Landkreis auf Expansionskurs: "Das Wachstums-Tempo konnte im Vergleich zum Vorjahr sogar noch gesteigert werden." Unter dem Strich erzielten die vier Banken ein bereinigtes Ergebnis vor Ertragssteuern von 0,81 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme.

Das Kreditgeschäft konnte laut Werner auch 2016 gesteigert werden; es belief sich auf 894,6 Millionen Euro. "Die Kreditgenossenschaften sind ein gefragter Finanzierungspartner, sowohl bei Privathaushalten, aber auch bei den mittelständischen Unternehmen im Landkreis. Deren wichtigste externe Finanzierungsquelle ist und bleibt der Hausbankkredit", versicherte der Kreisverbandsvorsitzende.

Die Finanzierungsbasis der Volksbanken und Raiffeisenbanken bilden nach wie vor die Kundeneinlagen. Trotz des Niedrigzinsumfeldes verlief das Einlagengeschäft erfreulich und konnte sogar noch stärker ausgebaut werden, hieß es. Die Kundeneinlagen einschließlich der bankeigenen Inhaberschuldverschreibungen legten um 6,10 Prozent auf 1,187 Milliarden Euro zu. Vor dem Hintergrund des geringen Marktzinsniveaus für längerfristige Anlagen habe die Umschichtung von Termineinlagen zu kurzfristigen Sparanlagen angehalten. Ihre ohnehin guten Kapitalpuffer hätten die Volksbanken und Raiffeisenbanken im Landkreis Schwandorf weiter erhöht. Ende 2016 verfügten sie über eine Kernkapitalquote von 13,90 und eine Gesamt-Eigenmittelquote von 18,25 Prozent.

"Bürokratiewahnsinn"

In einem Ausblick sprach Werner davon, dass sich neben dem Zinsumfeld und den wachsenden Regulierungs-Anforderungen die Digitalisierung zunehmend auf das Bankgeschäft auswirke: "Die Besuche in unseren Online-Filialen nehmen stetig zu, weshalb die digitalen Angebote weiter ausgebaut werden, um sie noch attraktiver und nutzerfreundlicher zu machen." Trotzdem: Die Filiale sei und bleibe der wichtigste Kontaktpunkt zum Kunden.

Bezirkspräsident Maximilian Zepf von der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau klagte in seinem Statement über den "Bürokratiewahnsinn von Brüssel". Dem stellte er "das ganz normale Bankgeschäft ohne Zockermentalität" der Genossenschaftsbanken gegenüber und wies auf "die höchste Eigenkapitalsicherung in Europa" hin.

26 Geschäftsstellen, 373 Mitarbeiter

Im Landkreis Schwandorf unterhalten die genossenschaftlichen Banken mit insgesamt 26 Geschäftsstellen mit Abstand das dichteste Zweigstellennetz. 57 Prozent der Bevölkerung des Landkreises sind Kunde einer der vier Banken: Für die 83 157 Kunden der vier genossenschaftlichen Banken im Landkreis werden rund 151 150 Kundenkonten geführt. Vorgehalten werden 43 Geldautomaten und 48 Kontoauszugsdrucker. Außerdem entschlossen sich wieder zahlreiche Kunden, einer Genossenschaftsbank als Mitglied beizutreten. Landkreisweit stieg so die Mitgliederzahl der Volksbanken und Raiffeisenbanken um knapp 600 auf 32 287. Als Arbeitgeber bieten die vier Banken 373 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz, darunter 128 Teilzeitkräften. Mit 25 Auszubildenden gehören die Volks- und Raiffeisenbanken zu den bedeutenden Ausbildern im Landkreis. (td)

Das Wachstums-Tempo konnte im Vergleich zum Vorjahr sogar noch gesteigert werden.Bernhard Werner, Kreisverbandsvorsitzender und Vorstandssprecher der Raiffeisenbank im Naabtal

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