17.10.2017 - 20:00 Uhr
FichtelbergOberpfalz

Erinnerung ist Zukunft 60 Jahre Gedenkstein der Sudetendeutschen Landsmannschaft

Mit einer berührenden Feier auf dem Friedhof hat die Sudetendeutsche Landsmannschaft Fichtelberg-Neubau an die Weihe des Ehrenmals vor 60 Jahren erinnert.

von Gisela KuhbandnerProfil

Das Ehrenmal ist am 13. Oktober 1957 im Beisein von 2500 Menschen zum Gedenken an alle Sudetendeutschen errichtet worden, die in den Kriegswirren Flucht und Vertreibung erleiden mussten. Der Gedenkstein erinnert aber auch an die einstige Heimat und an all das, was die Heimatvertriebenen in der Region geleistet und aufgebaut haben.

"Mit der Errichtung des Ehrenmals haben die Sudentendeutschen zu erkennen gegeben, was ihnen die Toten aus der alten Heimat schon immer bedeutet haben", betonte Vorsitzender Rudolf Kiesewetter. "In den zurückliegenden Jahren hat es seine Aufgabe voll erfüllt.".

"Es ist ein Ort, um an die verlorene Heimat und an die vielen Toten, die in fremder Heimat ihre letzte Ruhe gefunden haben, zu erinnern", sagte stellvertretender SL- und BdV-Kreisvorsitzender Helmut Hempel.

Er dankte der Gemeinde und vor allem dem Ehepaar Kiesewetter, das, unterstützt von der Familie Kaulfuss, die Gedenkstätte pflegt und mit selbstgezogenen Blumen bepflanzt. "Diejenigen, die seinerzeit aus ihrer Heimat vertrieben wurden, werden immer älter, immer weniger", betonte Bürgermeister Georg Ritter. Deshalb sei es umso wichtiger, dass dieser Gedenkstein hier stehe und wir unseren Kindern beim Friedhofsbesuch die Geschichte und den Sinn dieses Ehrenmals erklären.

Für Pfarrer Ferdinand Weinberger ist dieses Gedenken im Hinblick auf die aktuelle Flüchtlingsproblematik auch ein Beispiel dafür, wie Integration gelingen kann. Fritz Kuhbandner hatte die Feier mit Trompetensoli umrahmt und sie mit dem "Feierabendlied".

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