13.08.2014 - 00:00 Uhr
FichtelbergOberpfalz

Neubauerin Fiona Schöler nutzt Semesterferien für Teilnahme am Bergwaldprojekt in Fichtelberg Ein Fräulein steht im Walde. . .

Fiona Schöler will Försterin werden. An der Uni in Erfurt studiert sie Forstwirtschaft. Jetzt hat die 20-jährige Neubauerin Semesterferien. Und die nutzt sie, in Bayreuth ihren Jagdschein zu machen, den sie für ihren späteren Beruf braucht. Und Fiona nahm sich wie im vergangenen Jahr die Zeit, am Bergwaldprojekt mitzuarbeiten, das zum fünften Mal im Forstbetrieb in Fichtelberg zu Gast war.

Fiona Schöler in ihrem Element: Die 20-jährige Forstwirtschaftsstudentin bereitet sich auf ihr (berufliches) Leben im Wald vor. Bild: hfz
von Gisela KuhbandnerProfil

30 Idealisten arbeiteten eine Woche unentgeltlich im Bereich Natur- und Umweltschutz. Biotop-Pflegemaßnahmen zugunsten bedrohter Auerhühner standen auf dem Arbeitsprogramm. Mit Heppe und Waldteufel "bewaffnet", stellten Fiona und ihre Mitstreiter in der Königsheide bei Warmensteinach Bäche und Waldweiher rund um Fichtelberg und am Oberlauf des Weißen Mains bei Bischofsgrün ökologisch wertvolle Gewässer und Quellbereiche frei.

Neben der praktischen Arbeit lernte die Gruppe bei einer Exkursion die vielfältigen Aspekte des Bergwaldes für den Menschen kennen und die dynamischen Abläufe innerhalb dieses Ökosystems besser verstehen. "Die Bedeutung und Vielfalt der Wälder wurde für alle erlebbar, das Projekt zum Erfolg", freute sich Servicestellenleiter Martin Hertel am Forstbetrieb. Er koordinierte die Aktion.

Die Helfer wohnten im Neuhaus, einem alten Bauernhaus auf einer Waldlichtung oberhalb von Sophiental. Sie schliefen dort auf dem Dachboden oder in Zelten vor dem Haus, so wie die junge Neubauerin. Fiona war gerne dabei und "lustig war's auch immer", urteilt sie. Um 6 Uhr früh aufstehen, am Brunnen waschen oder in Duschzelten duschen, mache ihr nichts aus. "Auch das einfache vegetarische, biologische, ökologische Essen, das Koch Denis abends zubereitete, schmeckte allen", berichtet die Studentin. "Täglich gab's ein Drei-Gänge-Menü."

Beispielsweise Couscous mit Zucchini, Möhrengemüse und als Nachspeise Quark mit selbst gesammelten Heidelbeeren. Und noch ein Beispiel, das Schule machen könnte: Hier wurde nicht ein Krümel weggeworfen.

"Aus den Resten kochte Denis eine schmackhafte Suppe, die die Helfer mitnahmen und sich mittags auf einem Gaskocher warm machten", erzählt Fiona. Und aus den Resten, die sich nicht für die Suppe eigneten, bereitete der Koch einen würzigen Salat zu. Beim Abschiedsabend auf der Kösseine mit Forstbetriebsleiter Winfried Pfahler und Martin Hertel schrieb jeder Teilernehmer an sich selbst eine Postkarte, die der Servicestellenleiter irgendwann in den Briefkasten werfen wird - als Erinnerung und Einladung zum Wiederkommen.

___

Weitere Informationen im Internet:

http://www.bergwaldprojekt.de/

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.