Wieder mit Heinz Steinhart reden - Einladung zu Gemeinderatssitzung
Funkstille beendet

Lokales
Fichtelberg
30.08.2014
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Fichtelbergs Bürgermeister darf ab sofort wieder mit dem ehemaligen Betreiber des abgebrannten Kristallbads, Heinz Steinhart, reden (wir berichteten). In der jüngsten Sitzung hob der Gemeinderat entsprechende Beschlüsse aus dem Jahr 2012 auf.

Der seit Mai amtierende Bürgermeister Georg Ritter hat nun vor, Steinhart nach der Verhandlung am 16. September beim Oberlandesgericht in Bamberg in den Gemeinderat einzuladen, um mit ihm Gespräche zu führen. Für die Aufhebung des Beschlusses stimmten der Bürgermeister und die fünf CSU-Gemeinderäte. Gegenstimmen kamen von Sigurd Zapf, Rudolf Elvers (Freie Wähler), Stefan Pecher (CSF) und Philipp Markhof (Wählergruppe 2.0). Allerdings war das Gremium nicht vollzählig. Es fehlten entschuldigt Manfred Fischer, Sigmund Glaser (2.0) und Michael Schwalm (CSF). Hätten sie so wie ihre Fraktionen abgestimmt, wäre es wohl zu einer Verschiebung der Mehrheit gekommen.

Sigurd Zapf hatte zwar ebenfalls Gesprächsbereitschaft signalisiert, wollte mit der Aufhebung des Beschlusses aber bis nach der Verhandlung warten. Er und seine Fraktion machten deutlich, "dass wir grundsätzlich gesprächsbereit sind, wenn es erforderlich ist, aber nicht vor diesem Termin".

Vor der Abstimmung hatten die Räte zwar sachlich, aber dennoch emotional vor zahlreichen Zuhörern diskutiert, ob mit Steinhart weiterhin zusammengearbeitet werden soll. Dabei ging es auch um Auftreten und Selbstdarstellung des ehemaligen Badbetreibers. So hatte beispielsweise ein Foto in der Presse, das ihn mit Porsche und in Golfkleidung vor der Brandruine zeigt, in der Bevölkerung für viel Unmut gesorgt.
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