11.10.2017 - 20:00 Uhr
FichtelbergSport

Bruno und Wolfgang Unglaub Ehrenmitglieder im BLSV Goldes Jubiläum im Schachclub des örtlichen TSV

50 Jahre lang standen 32 Figuren auf 64 Feldern im Mittelpunkt des sportlichen Geschehens. Nun feiert die Schachabteilung im TSV Mehlmeisel ein rundes Jubiläum.

von Gisela KuhbandnerProfil

Mehlmeisel. Laien stellen sich Schach wahrscheinlich so vor, dass zwei Leute sich an einem Brett schweigend gegenübersitzen, denken, grübeln, Figuren hier- und dorthin bewegen. Dass es hier aber auch um spannende Wettkämpfe geht, beweist auch die örtliche Abteilung des TSV. Spartenleiter Franz Lautenbacher blickte zurück auf Höhen und Tiefen der langjährigen Geschichte.

Bereits vor dem Krieg wurde in Mehlmeisel Schach gespielt, kam aber erst in der Nachkriegszeit wieder zu Ehren, jedoch ohne dass sich ein Verein bildete. Aber die Bestrebungen, Schach als Breiten- und Wettkampfsport zu etablieren, regte sich überall. So war es nicht verwunderlich, dass sich Spieler aus Fichtelberg und Mehlmeisel zusammentaten und 1976 erstmals am Wettkampfbetrieb teilnahmen.

Da die Mehrzahl der Spieler aus Mehlmeisel stammte, einigte man sich auf das Angebot von Werner Daubner (damals Vorsitzender des TSV), ständig in der Turnhalle zu trainieren und die Wettkämpfe als TSV Mehlmeisel zu bestreiten. Es gab einen regen Zulauf, als sich die Abteilungsgründung herumgesprochen hatte, so dass gleich zwei Mannschaften gemeldet werden konnten. Als auf Bezirksebene Leute gesucht werden, übernimmt Wolfgang Unglaub 1969 das Amt des Bezirksspielleiters.

Bruno Unglaub wird Bezirksjugendleiter, 1973 Wolfgang Bezirks-Vorsitzender. Dieses Amt gab er 1976 auf, um den Übertritt der Abteilung zum Deutschen Schachbund zu ermöglichen. In Verhandlungen mit dessen Bezirk erreicht er eine Eingruppierung in die Bezirksliga Oberfranken Ost. Franz Lautenbacher berichtete auch vom Aufstieg in die Bezirksliga im Jahr 1998, dem aber gleich wieder der Abstieg in die A-Klasse folgte.

Mit der Gründung einer Spielgemeinschaft am 26. April 2002 mit dem Schachclub Tröstau gelang die erhoffte Verstärkung der ersten Mannschaft, so dass die Mitglieder seit der Saison 2002/03 wieder in der Bezirksliga spielen. Beste Platzierung war der zweite Platz, also die Vizemeisterschaft, in der Saison 2012/13. Die zweite Mannschaft wurde Kreismeister in der Saison 2016/17. Weitere Highlights waren:

Kurt Fassmann wurde im Jahr 2001 Kreispokalsieger sowie in den Jahren 2001, 2003 und 2014 Schnellschachmeister, 2013 erreichte Klaus Seidel den Kreispokalsieg. Erfolgreich war auch die erste Mannschaft mit dem Kreispokalsieg in den Jahren 2001, 2006, 2008, 2013, 2014 und 2016.

Hohe Auszeichnungen erhielten Wolfgang und Bruno Unglaub, die sich ein halbes Jahrhundert lang vielseitig um den Schachclub verdient gemacht haben: Sie wurden Ehrenmitglieder im Bayerischen Landessportverband.

Wolfgang Unglaub war der Initiator zur Gründung des Schachclubs, 50 Jahre lang Spitzenspieler der ersten Mannschaft, förderte und lehrte die Nachwuchskräfte. Bruno Unglaub wurde 1967 Bayerischer Jugendmeister, nahm sieben Mal an Bayerischen Meisterschaften teil, war 30 Jahre lang Abteilungsleiter und spielte, ebenso wie sein Bruder, 50 Jahre an Spitzenbrettern des TSV.

Im Namen des BLSV überreichte TSV-Vorsitzender Thomas Schübel die Urkunden, gratulierte den Geehrten und freute sich, über die "rege Schachabteilung, die ständig präsent ist".

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