11.09.2017 - 20:00 Uhr
FichtelbergOberpfalz

Walderlebnistage, Schulprojekte, Kindergeburtstage Waldpädagogin Ruth Mattheas

Es gießt in Strömen: Kinder kommen in bunten Regenjacken und Gummistiefeln ins Waldhaus. Einige sagten noch am Morgen aufgrund des schlechten Wetters ihre Teilnahme am Erlebnistag ab: Schade - sie hatten wohl nicht mit der Kreativität von Ruth Mattheas gerechnet.

von Gisela KuhbandnerProfil

Die Waldpädagogin hatte natürlich ein spannendes Alternativ-Programm für drinnen im Gepäck: Blätter bestimmen, Tiere erraten, Naturgegenstände erkennen und dergleichen. Und es ging später - als es zu regnen aufgehört hatte, doch noch hinaus in den Wald. Die Forstoberinspektorin der Bayerischen Forstverwaltung ist seit Juli Sachbearbeiterin Waldpädagogik am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bayreuth.

"Waldpädagogik ist gesetzlicher Bildungsauftrag und hat eine hohe Bedeutung für Kinder und Jugendliche", betont Georg Dumpert, stellvertretender Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, froh darüber, dass "diese Stelle mit einer vom ersten Tag an total engagierten, kreativen jungen Dame besetzt ist, die das Thema auch weiterentwickeln wird".

Wichtig ist dem Bereichsleiter Forsten auch die Kooperation mit Externen, umliegenden Gemeinden, Schulen, Vereinen, anderen Umweltbildungsstätten und sonstigen Institutionen. Die Forstoberinspektorin ist für den gesamten Amtsbereich des AELF Bayreuth zuständig. Eine ähnliche Stelle gab es vorher als zweijährig befristete Projektstelle am Waldhaus Mehlmeisel mit Marlies Nagel, die über die Gemeinde Mehlmeisel angestellt war.

Ruth Mattheas, sie hat ihr Büro im Forstbetrieb Fichtelberg, "weil mein Aufgaben-Schwerpunkt im Fichtelgebirge liegt", kommt aus Kaufering bei Landsberg am Lech. "Durch verschiedene Erfahrungen und Erlebnisse war mir bald klar, dass reine Büroarbeit nicht das Richtige für mich ist", erzählt die 26-Jährige unverblümt.

"Deshalb habe ich mich auch für das Studium Forstingenieurwesen in Weihenstephan entschieden und währenddessen auch das Waldpädagogik-Zertifikat und die Ausbildereignung erworben." Nach einjähriger Anwärterzeit und die Übernahme in die Bayerische Forstverwaltung trat sie ihre erste Stelle am AELF in Regensburg an. Hier organisierte sie die 68. Forstvereinstagung mit 1200 Teilnehmern und merkte, "dass mir das Organisieren total Spaß macht". Und sie zieht das Landleben der Stadt vor, schlug eine Stelle in München zugunsten des Fichtelgebirges aus, wo es ihr gut gefällt.

Nahezu Seiten füllend wäre es aufzuzählen, was im ideenreichen, vielseitigen Programm der Waldpädagogin steht und wozu sie jetzt schon einlädt: Das sind unter anderem der Ausbau der waldpädagogischen Veranstaltungen am Mehlmeiseler Waldhaus, Walderlebnistage, waldpädagogische Führungen in Kombination mit Wildparkquiz und Wildparkführung, Kindergeburtstage im Wald, Kunstprojekte, Multiplikatorenschulungen für Lehrer und Erzieher, weitere Veranstaltungen nach individueller Absprache und vieles mehr.

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