Seilbahn, Bleaml Alm, Wildpark & Co.
Was tut sich in den nächsten Jahren rund um den Ochsenkopf

Wer ein echter Biathlet werden will, kann schon in jungen Jahren am Fuße des Ochsenkopfs Kondition und Technik trainieren. Bilder: gis (3)
Wirtschaft
Fichtelberg
14.11.2017
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Oben auf der Prioritätenliste des Entwicklungskonzepts steht die Erneuerung der 1991 und 1997 gebauten Seilbahnen auf den Ochsenkopf. Das 20 bis 25 Millionen teure Projekt ist zwar beschlossene Sache, aber die Finanzierung wird sich schwierig gestalten, wie Landrat Herrmann Hübner, Vorsitzender der Tourismuszentrale Fichtelgebirge, bei der Vorstellung betonte.

Lokale Leuchttürme in den Kommunen sind in Bischofsgrün der Erlebnispark für Sommer und Winter im Umfeld der Seilbahn, gefolgt vom BLSV-Sportcamp, in Warmensteinach die Erweiterung des Mountainbike- und Skibereichs und die Radanbindung nach Bayreuth. In Fichtelberg steht die Weiterentwicklung des Bereichs rund um die Bleaml-Alm an erster Stelle, des Weiteren eine sommers wie winters zu nützende Eishalle auf dem Platz des ehemaligen Kristallbads, von dem man sich verabschieden müsse, wie Markus Epple von der Markt- und Standort-BeratungsGmbH betonte, die das Konzept erarbeitet hat. Auf der Prioritätenliste stehen zudem das Besucherbergwerk und der Fichtelsee. Der Ausbau des Umfelds soll sehr vorsichtig angegangen werden, integriert in die jetzige Struktur, damit der naturnahe Charakter nicht verloren gehe

Leuchtturmprojekt in Mehlmeisel soll der Klausenhang samt dem derzeit entstehenden "Familienland" sein, an weiteren Stellen stehen die Erweiterung des Wildparks und der Baumwipfelpfad. Das Konzept ist eine Richtschnur für das, was in den nächsten fünf bis acht Jahren rund um den Ochsenkopf passieren soll," erläuterte der Geschäftsführer der Tourismus Marketing GmbH Ochsenkopf, Andreas Munder. Bewertet wurden unter anderem mögliche Besucherzahlen, Unterhaltungskosten, Nachhaltigkeit der Projekte. Die Ergebnisse ergaben ein sehr positives Bild rund um den Ochsenkopf.

Allerdings sind nur knapp über 30 Prozent der Anbieter von Übernachtungsmöglichkeiten zertifiziert. Das sei zu wenig, so Epple. Denn wer mindestens drei Sterne habe, soll künftig als "Premium-Anbieter" extra vermarktet werden. Und viele schauen im Internet zunächst, wie viele Sterne die Unterkunft habe.

Hier gehe es nicht um Luftschlösser und Abspielen von Wunschkonzerten, sondern um aufeinander abgestimmte Strategien und Maßnahmen für eine zielorientierte Vorgehensweise, erläuterte Epple. Der Trend gehe zurück zum Inlandsurlaub. Und ganz vorn dran stehe die Gesundheitsfaktor, womit die Region bereits punkten könne. Dazu zähle vor allem auch der Outdoor-Sportbereich, wofür sich einer Untersuchung von Volker Audorf von der Uni Bayreuth nach viele einen Ausbau wünschen, "aber", wie er betonte, "unter dem Aspekt, dass die Struktur des Fichtelgebirges, seine intakte Natur erhalten bleibt", was übrigens auch eine zentrale Aussage des Entwicklungskonzepts ist.
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