Grandioser Auftritt der Theatergruppe "Zum Pfarrplatzl"
Sturmfreie Bude mit Stripperin

Mit einer fernsehreifen Aufführung präsentieren die Laienspieler ihr Können. Berauschen lassen sich (von links ) Bert (Jumbo Braun), Lorenz (Florian Witzl) und Kare (Manuel Schulz) vom Auftritt der Stripperin ( Felix Witzl ), während Pfarrköchin Theres (Ilka Lingl) ihren Rausch ausschläft . Bild: le
Freizeit
Floß
08.04.2018
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Was die zehn Laienschauspieler der Theatergruppe "Zum Pfarrplatzl" am Freitag im katholischen Pfarrheim St. Josef mit der Komödie "Endlich san d'Weiber furt" von Marianne Santl auf die Bühne zaubern, ist wieder einmal reif für das Fernsehen.

Regisseurin Anni Witzl hatte mit viel Geschick und Gespür eine Gruppe aus erfahrenen und jungen Spielern zusammengestellt, die ohne jegliche Abstriche eine großartige Schau v präsentierten. Zugleich hatte sie mit der Auswahl des Stücks ein glückliches Händchen.

Da passte einmal der Oberpfälzer Dialekt und die gewollt gemixte und perfekt vorgetragene sächsische Mischung, die von Pfarrersköchin Theres (gespielt von Ilka Lingl) zu hören war. Die Schauspieler konnten sich in ihren Rollen voll entfalten. In der Paraderolle zeigte sich Lingl, die als Pfarrersköchin mit ihrem Temperament alles an die Wand spielte. Auch Jungschauspieler Felix Witzl als Simon verkörperte einen Liebhaber und Vermittler, dazu noch in der Doppelrolle als Stripperin und Bauchtänzerin.

Einstieg geglückt

Anna-Lena Günther stand als Bedienung Eva im Ortswirtshaus "Zum Gogerer" zum ersten Mal auf der Bühne und füllte ihre Rolle durch ihr sicheres Auftreten prächtig aus. Von Jumbo Braun, er verkörperte Schreinermeister Bert, Martha Plödt, die Frau von Bert, Bäckermeister Kare, gespielt von Manueal Schulz und Taubenzüchter und Meßner Lorenz, gespielt von Florian Witzl, ist man eigentlich nichts anderes als eine perfekte und vollendete Darstellung gewohnt.

Ihre Talent bewiesen erneut auch Tante Rita, gespielt von Silvia Drechsler und Irmi (Rita Rosner) mit Pfarrer Sebastian, dargestellt von Reinhold Göring. Sie waren mit ihren natürlichen, angenehmen Auftritten Garanten für eine Bereicherung des Schauspiels. Alle zehn Darsteller brachten es fertig, die Lachmuskeln der Zuschauer überaus stark zu strapazieren. Es gab Szenen, die durch eine geschmackvolle und zeitlich abgestellte Kostümierung, durch Mimik und Darstellung faszinierten und dafür lohnendem Beifall der dankbaren Zuschauer erhielten. Ansprechend war das von Anni Witzl gestaltete Bühnenbild, das das Wohnzimmer von Schreinermeister Bert und dessen Frau Renate zeigte.

Flosser Tagesgeschehen

Beppo Plödt leistete hinter der Bühne als Techniker und zuständig für den Bühnenaufbau zuverlässige Arbeit. Mit Souffleuse Birgit Vogel hatten die Laienspieler eine Garantin, dass es zu keinen Aussetzern kam. Unüberhörbar waren das Gejohle der Männerriege "Auf geht's nach Hamburg" und dann ein kräftige Prosit "auf den Flosser Männerabend". Dazu gab es noch geschickt eingebaute, amüsante Pointen aus dem Flosser Tagesgeschehen.

Kurz zur Handlung: Der Frauenbund plant für ein Wochenende nach Hamburg zu fahren. Das bedeutet sturmfreie Bude für die zurückbleibenen Ehemänner, die Reise schamlos ausnutzen und einen wilden Plan für den Samstagabend aushecken. Die gesellige Runde freut sich auf viel Bier und hat sogar eine Stripperin engagiert.

Zuerst droht das Vorhaben zu kippen, denn die Damen wollen plötzlich, dass die Männer doch mitfahren, aber eine akute "Krankheitswelle" kann dies gerade noch verhindern. Leider haben die Herren nicht mit der Findigkeit ihrer Frauen gerechnet, die einen Kontrollplan erarbeitet haben. Und so finden die Damen ein Sodom und Gomorrha der besonderen Art vor, als sie überraschend und viel zu früh aus Hamburg heimkehren.

Weitere AufführungenWeitere Termine sind am Freitag, 13. April, um 20 Uhr, Samstag, 14. April, um 20 Uhr und am Sonntag, 15. April, um 15 Uhr im katholischen Pfarrheim St. Josef.
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