Baugenossenschaft vergibt Wohnungen auch an Bedürftige - Wahlen
Kritik schadet "Eigenheim"

Lokales
Floß
03.05.2013
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"Das Erbe erhalten und weiter aufbauen", war die Bitte des nach 52 Jahren scheidenden Vorstandsvorsitzenden Fred Lehner in der Mitgliederversammlung der Baugenossenschaft "Eigenheim". Dieser Herausforderung stellt sich die Vorsitzende Marika Mauerer.

Es war ein nahtloser Übergang am 1. Juli 2012. Als unverzichtbar bezeichnete Mauerer in der Mitgliederversammlung im Gasthaus Reber die Beratertätigkeit von Fred Lehner. "Wir möchten dieses Wissen und den Erfahrungsschatz nicht missen", bekräftigte Mauerer. "Ich werde der Genossenschaft weiterhin nach besten Kräften beistehen. Das ist mir mein Bauverein wert ", versicherte Lehner.

15 Mieterwechsel

Mauerer lieferte einen detaillierten Geschäftsbericht ab. 15 Mieterwechsel nannte sie und sprach die damit verbundenen erhebliche Investitionen an, die bei 5000 bis 7000 Euro pro Wohnung lagen. Die Genossenschaft bemühe sich um die Modernisierung der Mietwohnungen, sagte Mauerer. Dabei stehe der Einbau einer Zentralheizung im Vordergrund. Derzeit gebe es in 37 Gebäuden 110 Mietwohnungen. Außerdem werden 28 Eigentumswohnungen verwaltet. Die Genossenschaft bleibe der größte Hauseigentümer im Markt. Mit 2,95 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche sei der Mietpreis an der unteren Grenze. Die Bewirtschaftungskosten lagen bei 286 284 Euro.

Heizungsbau kostet

"Die Genossenschaft schreckt nicht vor Investitionen zurück", betonte Mauerer und verwies auf den Heizungseinbau, der im vergangenen Jahr über 300 000 Euro gekostet habe. Damit soll die Vermietbarkeit der Wohnungen erleichtert werden. Wirtschaftlich von Vorteil war der Bau von Carports, Stellplätzen und der Photovoltaikanlage im Wohnbaugebiet "Puppberg", stellte die Vorsitzende fest.

Wenn der gesetzliche Prüfungsverband von einer geordneten Vermögenslage spreche, sei dies die Bestätigung einer wirtschaftlich tadellosen Genossenschaftsarbeit, sagte Mauerer. Allerdings sei die Ertragslage sei wegen der geringen Mieten nicht zufriedenstellend. Die Genossenschaft bleibe dabei, die Mieten zweijährig, unter Berücksichtigung der Struktur der Mieterschaft, zu erhöhen. Demnach ist die nächste Erhöhung am 1. Januar.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Helmut Völkl, bestätigte, dass der Aufsichtsrat dem Jahresabschluss 2012 einstimmig zustimme, gleiches galt für die Versammlungsteilnehmer. Unterm Strich stehen 2 229 167,09 Euro in Aktiva und Passiva. Der Fehlbetrag von 28 278,93 Euro beruhe auf der Investition in die Heizanlagen. Zum 31. Dezember 2012 zählte die Genossenschaft bei 7 Zugängen und 8 Abgängen 170 Mitglieder mit 183 Anteile
Berater Fred Lehner nahm Stellung zu den Berichten und wehrte sich gegen Kritik bei der Vermietung leerstehender Wohnungen an Bedürftige und Wohnungssuchende. "Meist sind es Sozialfälle", fügte er an. Die Genossenschaft entlaste in erheblichem Maße die Kommune als Obdachlosenbehörde. Kritik von außen schade dem Ansehen einer Vorzeige-Genossenschaft, kritisierte Lehner.

Vertrauensbeweis

Einen Vertrauensbeweis erhielten Alfons Lehner und Hans Lindner bei der Ergänzungswahl zum Aufsichtsrat. Lehner ist seit 47 Jahren im Aufsichtsrat tätig und Schriftführer, während Hans Lindner seit 26 Jahren dem Aufsichtsrat angehört und stellvertretender Vorsitzender ist.
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