DGB-Sekretär Peter Hofmann mit eindrucksvollem Referat zu Gast bei den Ortskartellen Floß und ...
Stress macht Menschen massenhaft krank

Peter Hofmann (links) und Heinrich Meier (rechts) würdigten Treue und Engagement der Jubilare. Fünf Männer gehören dem DGB bereits seit Jahrzehnten an. Bild: nm
Lokales
Floß
03.05.2013
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"Er ist das erste Mal bei uns, aber er ist schwer in Ordnung", stellte Heinrich Meier zum Auftakt der Maikundgebung fest. Gemeint war DGB-Regionssekretär Peter Hofmann. Der setzte sich am Vorabend zum Tag der Arbeit in der Flosser Mehrzweckhalle insbesondere mit der Wertschätzung der Arbeit auseinander.

Hofmann erinnerte bei der gemeinsamen Veranstaltung der DGB-Ortskartelle an die Zeit vor 80 Jahren: "Am 2. Mai 1933 wurden Einrichtungen der Gewerkschaften von den Nazis verwüstet, Mitglieder verhaftet, verschleppt, gefoltert und ermordet. Die Erinnerung an das Geschehen verpflichtet uns zum Handeln gegen rechtsextremes Denken, gegen Rassismus und gegen Intoleranz." Verbunden sei das mit Verantwortung für eine demokratische, freie, soziale und gerechte Gesellschaft. "Zu spät", dürfe es nie wieder heißen. Hofmann setzte sich intensiv mit der Würde der arbeitenden Menschen auseinander. Die werde immer mehr mit Füßen getreten, angefangen vom Lohndumping über befristete Beschäftigungsverhältnisse oder den mangelhaften Kündigungsschutz bis hin zur daraus resultierenden Altersarmut. "Nicht vergessen darf man auf die beständig anwachsenden psychischen Belastungen. Der extreme Stress macht die Menschen krank, und zwar inzwischen massenhaft." Es gelte, mit der Agenda 2010 eingeschlagene gefährliche Irrwege rückgängig zu machen, Arbeit wieder sicher und fair zu gestalten. Korrekturen seien genauso bei der Bildung, sowie bei der Vereinbarung von Beruf und Familie dringend nötig: "So ist in keinem anderen Bundesland die soziale Herkunft über schulischen Werdegang und beruflichen Erfolg derart entscheidend wie in Bayern." Und statt über fehlende Fachkräfte zu lamentieren, sollten die Unternehmen mehr in die Ausbildung investieren.

Beifall galt bei dem Treffen, an dem sich unter anderem die Bürgermeister beider Orte, Günter Stich und Johann Kick, beteiligten, nicht nur dem Referenten. In den Blickpunkt rückten 5 Männer, die seit 25, 50 oder gar 60 Jahren der Gewerkschaft angehören: Johann Lugert, Hans Hausner, Hans Lindner, Karl Heckl und Werner Witzl. Die Blaskapelle Störnstein hat den Abend musikalisch begleitet
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