Familie Riedel wandert zur Quelle im Staatswald beim Kopfstein - Schönes Erlebnis
Ursprung der Floß entdeckt

Für die elfjährige Judith Riedel aus Hardt wird es ein bleibendes Erlebnis sein: die Suche nach dem Markierungsstein "Ursprung der Floß". Bild: le
Lokales
Floß
18.08.2014
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Die Ferienfreude hätte für die Elfjährige Judith Riedel aus Hardt nicht größer sein können. In Begleitung ihrer Eltern Christa und Richard hat sie den Quellenbereich der Floß gefunden.

Vor einiger Zeit hatte sich die Familie Riedel über Wasserquellen unterhalten. Die Frage stellte sich, ob eine Wanderung zur Luhequelle bei Wampenhof besucht werden sollte. Judith war nicht so recht begeistert, zumal sie schon immer zur Floßbachquelle gehen wollte. "Aber gibt es die überhaupt?"

Die eifrige und heimatgeschichtlich sehr interessierte Schülerin am Neustädter Gymnasium erinnerte sich an den Sachkundeunterricht in der vierten Grundschulklasse der Flosser Volksschule. Lehrerin Helga Behr hatte ein Arbeitsblatt mit einem Pressebericht vom 13. Juni 1997 verteilt. Der Artikel, von Berichterstatter, Bürgermeister Fred Lehner, geschrieben, trägt die Überschrift: "Ursprung der Floß nun markiert".

Zwei kleine Bächlein

Mit dem Arbeitsblatt der Grundschule und der Wanderkarte Nr. 55 des Naturparks Nördlicher Oberpfälzer Wald machte sich Judith mit ihren Eltern auf den Weg in Richtung Waldkirch.

Karl Stahl, Weickersmühle, früherer Heimatpfleger des OWV-Zweigvereins Floß und Umgebung, hatte gemeinsam mit Schriftführer Gerd Lindner im Oktober 1966 den Quellenbereich der Floß erwandert. Es sind zwei kleine Bächlein, die sich verbinden und so den langen Weg der Floß bis zur Einmündung in die Waldnaab bei Neustadt antreten. Dort eine Markierung aufzustellen, war ein Herzenswunsch von Heimatpfleger Karl Stahl, der schließlich auch in Erfüllung ging.

Der Quellenbereich liegt in der Staatswaldung, etwa 450 Meter vom Kopfstein, in der Nähe des Schellenberges, auf der Anhöhe der Weiherlohe entfernt.

Die Familie Riedel wanderte recht gemächlich in einem großen Bogen vorbei am Kopfstein, bevor sie sich in das sumpfige Innere wagte. Es war Judith, die mit ihren wachen Augen als erste den Markierungsstein entdeckte. Eine riesengroße Ferienfreude, die sie ganz sicher so schnell nicht vergessen wird.

Gummistiefel nötig

Wieder zurück auf festem Weg waren eine Markierung mit einem kleinen weißen "Q" an einem jungen Baum und dann in sichtbaren Abständen weiße Striche an kleinen Stöckchen zu sehen. Das war den Wanderern anfangs gar nicht aufgefallen. Die Riedels hatten sich auch nichts dabei gedacht. Doch genau das war der Hinweis für den Markierungsstein. Bei ihren Erzählungen meinte die Familie, dass bei der Wanderung feste Wanderschuhe oder noch besser Gummistiefel zu empfehlen sind.

Den Markierungsstein hat die Firma Erich Stich geliefert. Steinmetzmeister Franz Schmidt hat die Inschrift "Ursprung der Floß, OWV Floß l997" eingemeißelt. Hans Meierhöfer aus Haupertsreuth übernahm damals den Transport. Das alles geschah kostenlos. OWV-Vorsitzender Hans Landgraf und Bürgermeister Lehner waren bei der Aufstellung des Gedenksteines von Anfang an dabei.
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