19.12.2017 - 20:10 Uhr
FlossOberpfalz

Im Marktgemeinderat Floß berichten der Jugendbeauftragte Wolfgang Bock sowie der Senioren- und ... Ärgernis Fußgängerüberweg

"In Floß finden wir eine gut aufgestellte Seniorenarbeit vor", stellte der Senioren- und Behindertenbeauftragte Erich Schieder heraus. Er und der Jugendbeauftragte Marktrat Wolfgang Bock gaben einen Jahresbericht mit tiefen Einblicken.

von Ernst FrischholzProfil

In der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres hatte der Bürgermeister die Berichte von Schieder und Bock auf die Tagesordnung gesetzt. Bock sah ein großes Themenfeld in den Bereichen Drogen sowie Internet und Soziale Medien. Aus diesem Grund organisierte er an der Volksschule mit der Suchtbeauftragten der Polizeiinspektion Weiden, Stephanie Carrera, für die Hauptschulklassen eine Infoveranstaltung zum Thema "Cybermobbing". Dabei wurde auch ein Workshop zusammengestellt. Aufbauend darauf fand zwei Tage später eine Infoabend für Eltern und Vereinsvertreter mit der Referentin Carrera im Evangelischen Gemeindehaus statt. Aus der Rückmeldung der Besucher heraus sah Bock Potenzial für weitere Veranstaltungen in dieser Richtung.

Bock bezeichnete die Jugendarbeit und Jugendförderung der Vereine als hervorragend. Dies liege an den engagierten ehrenamtlichen Betreuern. Der Senioren- und Behindertenbeauftragte Schieder nannte seinen Bericht eine "Situationsbeschreibung". Von den 3449 Einwohnern des Marktes seien 787 Bürger und damit 22 Prozent über 65 Jahre. Klar sei, dass dieser Anteil ansteigen werde und damit Betreuung und Pflegebedürftigkeit zunehmen. Bezüglich Betreuung der Senioren in Floß sprach Schieder von guten Bedingungen. Es gebe den Katholischen Seniorenverein, den Klub 70 und die Arbeiterwohlfahrt mit Veranstaltungen und Aktionen. Schieder schlug dem Marktrat vor, für die Senioren einen Seniorennachmittag zu organisieren.

Bei der Pflege ist der Markt in ein gutes System mit ambulanter Pflege, Tagespflege, Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege eingebunden. Ganz oben bei der stationären Pflege steht laut Schieder das Seniorenheim "Am Reiserwinkel", das den größten Bedarf für Floß abdeckt und Menschen aus der Umgebung aufnimmt. Die Erweiterung war eine zukunftsweisende Entscheidung. Auch bei der Gesundheitsvorsorge sei die Marktgemeinde gut ausgestattet mit vier Ärzten, zwei Zahnärzten, einer Apotheke und Physioeinrichtungen. Allerdings sei es für ältere und behinderte Menschen schwierig, aufgrund von nichtbehindertengerechten Zugängen, diese zu erreichen.

Lob zollte Schieder dem Marktgemeinderat für die Neuerstellung des Behindertenparkplatzes am Rathaus und dem barrierefreien Zugang. Schieder monierte die Ablehnung eines Fußgängerüberwegs im Zentrum. Es seien zu wenig Fahrzeuge auf der Straße und zu wenig Fußgänger, die sie überqueren. Das zweifelt Schieder an. Ein Zebrastreifen wurde als zu unsicher abgelehnt und eine Ampel bei nur 20 Überquerungen in der Stunde als zu kostenintensiv. Ältere Bürger hätten ihn aber angesprochen, wie problemlos für sie die Straßenüberquerung beim Probebetrieb der Ampel war. "Es kann nicht sein, dass überall von Barrierefreiheit und Chancengleichheit für Alte und Behinderte gesprochen wird, und wenn es darauf ankommt, entscheiden Zahlen."

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