29.09.2017 - 20:00 Uhr
FlossOberpfalz

Marktgemeinderat Floß geht weiter den Weg des Integrierten Städtebaulichen ... Marktrat denkt an Unterjochung

ISEK beschäftigt den Flosser Marktrat seit längerer Zeit. Das Drehbuch steht, der Sanierungsbeauftragte ist gefunden. Nur die Gestaltungssatzung hängt noch in der Luft. Ein neuer Aspekt tut sich bezüglich Sanierung der Brücke in der Unteren Bachgasse auf.

Die Brücke über den Floßbach in der Püchersreuther Straße bereitet den Markträten Bauchschmerzen. Eine Unterjochung könnte das Problem lösen. Doch damit kann sich das Wasserwirtschaftsamt nicht anfreunden. Bild: mic
von Ernst FrischholzProfil

Das Drehbuch "Zukunft Floß" für ISEK ist eine Zusammenfassung aller Meinungen und Vorschläge aus den einzelnen Arbeitsgruppen und zugleich Leitfaden und Grundlage für die zukünftige städtebauliche Entwicklung für zwei bis drei Jahrzehnte. Es weist Handlungsfelder und Zielsetzungen aus. Dies stellte Bürgermeister Günter Stich in der Marktratssitzung zusammenfassend heraus.

Mit dem vom Büro Leuninger & Michler erstellten Drehbuch sei er nun bei der Regierung der Oberpfalz gewesen, sagte der Bürgermeister. Die frohe Botschaft danach: Das Drehbuch findet die Zustimmung der Regierung, und der Markt wird ins Programm für Objektförderungen aufgenommen. Dies nahmen alle Fraktionen positiv auf.

"Damit wird eine zweijährige Erhebungsphase abgeschlossen", sagte Armin Betz (CSU/FL). Er dankte allen, auch den Bürgern, die daran mitgewirkt haben. Nun gelte es in die Förderung einzusteigen. Robert Lindner (SPD) freute sich, wieder an einem Punkt zu sein, wo eine Hürde übersprungen sei. "Aber es zieht sich einfach." Damit drückte Lindner aus, dass es ihm zu langsam ginge. Heinz Kett (FDP/UB) nannte es wichtig, dass in diesem Drehbuch die Prioritäten gesetzt wurden. Jetzt sollte man auch Maßnahmen angehen. Einstimmig fiel die Entscheidung für das Werk aus.

Weiterer Eckpunkt ist das Einsetzen eines Sanierungsbeauftragten. "Er hat die wichtige Rolle, sanierungswilligen Hauseignern Unterstützung in allen Belangen zu bieten", informierte Bürgermeister Stich. Hierbei müsse Fachkompetenz mit Fingerspitzengefühl gepaart werden, merkte Marktrat Kett an. "Die Regierung trägt unsere Entscheidung mit, wenn wir hierfür das Architekturbüro Greiner in Neustadt beauftragen", stellte der Gemeindechef fest. Dem entsprach das Gremium einstimmig.

Was noch in der Luft hängt, ist die Gestaltungssatzung, die sich auf Bereiche wie Dachlandschaften oder Fassaden bezieht. "Die Regierung der Oberpfalz hat gegen unseren Entwurf keine Einwände", berichtete Stich von dem Termin am Mittwoch. Die Fraktionen sprachen sich dafür aus, diese zukünftige Gestaltungssatzung noch weiter zu beraten und im Detail zu thematisieren.

Wie die Diskussion zeigte, gibt es noch viel Diskussionsbedarf. Darf nur echter Schiefer genommen werden oder jetzt auch Kunststoffschiefer, der aussieht wie Schiefer? Holz oder Kunststofffenster? Und was sind erdfarbene Töne? Man wolle den Sanierungswilligen Freiheit lassen und sie nicht zu arg in ein Schema pressen, denn das könnte das genaue Gegenteil bewirken, so die Meinung der Fraktionen.

Die Floßbach-Brücke an der Püchersreuther Straße ist ein Brocken, der dem Marktrat aufgrund der immensen Kosten schwer im Magen liegt. Bürgermeister Stich informierte, dass in der Sitzung des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsausschusses Harald Gollwitzer die Möglichkeit einer "Unterjochung" als Übergangslösung ins Gespräch gebracht hat.

Dies sei eine Art Abstützung. Das Wasserwirtschaftsamt (WWA) lehne dies aber ab, informierte Stich. Nun habe er ein Gespräch mit dem Fachbüro Münchmeier & Eigner geführt. Dieses wird für das Brückenwerk eine "Hydraulische Berechnung" erstellen. Mit dieser Expertise, falls sie positiv ausfällt, will Stich dann das Amt vom Gegenteil überzeugen. Wir sind für alles, was uns dazu bringt, die enormen Kosten eines Neubaus nach hinten zu verschieben, war die einhellige Meinung des Gremiums.

Die Regierung der Oberpfalz hat gegen unseren Entwurf keine Einwände.Bürgermeister Günter Stich

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