15.04.2018 - 20:00 Uhr
FloßOberpfalz

Marktrat Floß verabschiedet Etat für 2018 - 1,8 Millionen Euro für Baumaßnahmen Schulsanierung im Haushalt verankert

Der Rückblick auf den Haushalt durch Kämmerer Klaus Grünwald im Marktrat spiegelte ein erfolgreiches Jahr mit einem ordentlichen Plus wider. Die positive Wirtschaftslage und die gute Arbeit der Gewerbetreibenden im Markt spüle etwa 300 000 Euro mehr Gewerbesteuer als ursprünglich angesetzt in die Kassen, merkte Bürgermeister Günter Stich an.

von Redaktion OnetzProfil

Auch die gleichbleibend steigende Tendenz der Einkommensteuer sei ein positives Zeichen. Gegenüber 2012 habe man im vergangenen Jahr hier gut eine halbe Million Euro mehr eingenommen. Kredite habe man im vergangenen Jahr nicht aufgenommen.

Der Markt stehe in den kommenden Jahren vor großen Aufgaben und enormen finanziellen Investitionen. Bis 2020 wird sich die aktuelle Verschuldung mehr als verdoppeln. Dies liege hauptsächlich an Großprojekten wie der Generalsanierung der Grund- und Mittelschule. "Die Planung steht, aber auf die erhofften Förderzusagen muss die Gemeinde noch warten",sagte Stich. Hohe Kosten verursache auch der geplante Neubau des Feuerwehrhauses möglicherweise in der Nähe der Mehrzweckhalle.

Trotz des notwendigen Investitionsbedarfs seien jedoch keine Steuererhöhungen geplant. Bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt sind neben den Personalkosten und der Kreisumlage die Zuschüsse für Kindergärten und ähnliche Institutionen die höchsten Posten. Mit gut 1,8 Millionen Euro für die geplanten Baumaßnahmen und über 1,1 Millionen Euro für Rücklagen sei der Vermögenshaushalt nahezu ausgeschöpft.

Beim Ausbau des Breitbandnetzes seien noch viele Haushalte unterdurchschnittlich versorgt", bedauerte Stich. Nach der geplanten Einführung des Vectorings durch die Telekom, welche aber auch Zusatzkosten für die Teilnehmer bedeute, falle die Zahl der betroffenen Anschlüsse auf 56. Auch diese sollen in den Folgejahren in den Genuss von schnellem Internet kommen. Floß will Fördermittel des Freistaates nutzen, die die geschätzten Kosten von 900 000 Euro zu 80 Prozent abdecken. Zwar müsse die Gemeinde 180 000 Euro selbst beisteuern, das sei aber für die Bevölkerung und für die Unterstützung der Gewerbetreibenden mehr als gerechtfertigt.

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