05.10.2017 - 15:12 Uhr
FloßSport

Fc-Bayern-Fanclubs freuen sich auf neuen Trainer Jupp, Jupp, hurra

Wenn es sich denn bestätigt, wäre er der Richtige: Die Vorstände der FC-Bayern-Fanclubs freuen sich über die mögliche Rückkehr von Jupp Heynckes auf die Münchner Trainerbank. Doch bei der Frage nach dessen Nachfolge gehen die Meinungen etwas auseinander.

Fast könnte man meinen, sie hätten den selben Friseur. Gerhard Stadler (links) und Jupp Heynckes haben nach dem Champions-League-Sieg des FC Bayern 2013 in London länger miteinander geplaudert. Bild: exb
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

./Flossenbürg. Gerhard Stadler , Galionsfigur eines der weltgrößten Bayern-Fanclubs, kennt Heynckes. Er saß mit ihm nach dem Champions-League-Sieg 2013 in London auf persönliche Einladung von Karl-Heinz Rummenigge beim Festbankett zusammen. "Ein sehr, sehr umgänglicher Mensch." Und ein toller Trainer: "Unter ihm haben wir den schönsten Fußball gespielt."

Trotzdem glaubt der Flosser, dass es heuer selbst in der Bundesliga "sehr schwer" wird. Carlo Ancelotti sei "nicht der richtige Mann zur richtigen Zeit gewesen". "Wenn man hört, dass der Konditionstrainer mit der Kippe auf dem Platz steht und die Spieler heimlich trainieren, stimmt etwas nicht."

In der neuen Saison sollte dann Jürgen Klopp übernehmen. "Nichts gegen den Nagelsmann, der ist bestimmt gut, aber Hoffenheim ist halt nicht Bayern," sagt Stadler. Ähnlich sieht es Martin Troidl , Chef der Waldthurner Bayern-Anhänger. "Klopp hat jetzt in Liverpool europäische Erfahrung, und das ist es, was Bayern braucht."

In der Champions-League erwartet er heuer keine Wundertaten, "dafür sind wir auf ein oder zwei Positionen zu schwach besetzt". Wo? "Im Mittelfeld, auf der Sechs, fehlt mir ein Leader." Thiago, Tolisso, das sei noch nicht Spitzenklasse.

Troidl hatte zumindest bei der Trainerdiskussion bislang einen Riecher. "Ich hab gleich gesagt, jetzt holen sie den Heynckes." Der sei auch die beste Lösung, wobei: "Die Art und Weise der Ancelotti-Entlassung hat mir menschlich nicht so gefallen."

Markus Gruber , Anführer des Flossenbürger Fanclubs, mag weder Europa noch die Bundesliga abhaken. "Da ist noch alles drin. Gerade in der Champions-League entscheidet die Tagesform." Und Jupp Heynckes kenne die Vereinsstrukturen am besten. Er sollte sich daran machen, die Abwehr zu stabilisieren und die Fehlpassquote zurückschrauben.

Gerhard Stadler sieht darin ein Indiz, dass Leistungsträger wie Philipp Lahm und Xabi Alonso zurzeit nicht z ersetzen seien. "Und hinten hast du den Ulreich statt den Neuer drin." Peter Meyer , Vorsitzender des Fanclubs aus Georgenberg, sieht in der Mannschaft die "Revoluzzer" in der Pflicht, die sich gegen Carlo Ancelotti ausgesprochen hatten. "Die haben letzte Woche nicht das gebracht, was ihre Aufgabe wäre." Meyer wünscht sich einen weiteren Stürmer. "So einer wie der Pizarro wäre einer gewesen." Der teure Neuzugang James brauche einfach noch Zeit. Dennoch sei auch in dieser Saison alles drin.

Wenn Rentner Jupp Heynckes dann wieder eine Planstelle freimacht, würde Meyer darauf einen Außenseiter platzieren: Markus Weinzierl. Da schwingt oberpfälzischer Lokalpatriotismus mit. Gerhard Stadler hätte es lieber internationaler. Wenn nicht Klopp, dann Luis Enrique vom FC Barcelona.

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