Max Scherm tritt nach 16 Jahren an SV-Spitze ab
Vertrauensbeweis für Meier

Das ist die neue Mannschaft des SV Floß. Vorne, von links: Hauptkassier Bernd Meier, Vorsitzender Alex Meier, Stellvertreter Stefan Kraus und Abteilungsleiterin Kegeln Melanie Richter. Stehend von links: Bernd Richter, Benjamin Reber, Björn Beer, Michael Gailitzdörfer, Andreas Staschewski, Andreas Niemann und Willi Hirsch. Bild: le
Sport
Floß
26.03.2018
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Beim Sportverein 1946 geht nach 16 Jahren die Ära von Vorsitzenden Max Scherm zu Ende. Seine Nachfolge tritt Alexander Meier an.

Der neue Vorsitzende wurde in der Jahreshauptversammlung in der Kegelstube mit einem einstimmigen Vertrauensbeweis für das Ehrenamt ausgestattet. Scherm bezeichnete das Jahr in seinem letzten Jahresbericht als in sportlicher Hinsicht nur bedingt gut, gesellschaftlich aber als gelungen. "Der Verein ist schuldenfrei und steht auf gesunden Beinen." Ausführlich beschäftigte sich Scherm mit dem Thema Integration. "Vor allem im Jugendbereich haben Menschen beim SV eine Heimat gefunden."

481 Mitglieder bedeuten einen leichten Zuwachs. Die Basisarbeit im Jugendbereich zeige einen kontinuierlichen Anstieg bei den Kindern. Aktiven Sport leiste der Verein in den Sparten Fußball (siehe Bericht unten), Kegeln und Eisstock. Derzeit gebe es zehn Fußballmannschaften, davon acht Juniorenteams, zwei Kegelmannschaften und ein Eisstockteam. Sophia Scherm trainiere junge Fußballerinnen unter der Flagge des SV in der Spielgemeinschaft mit Flossenbürg. Bei den Keglern müsse die Lücke des Abteilungsleiters, bisher war es Ernst Schutzbier, noch geschlossen werden. Drei Mannschaften, darunter ein Damenteam, betreiben aktiven Kegelsport.

Scherm lobte die beiden Schiedsrichter Willi und Christian Hirsch. Dankbar erkenne man die Unterstützung des SV Fördervereins Fußball mit Vorsitzenden Daniel Sommer an. Die Auszeichnung des SV mit der "Silbernen Raute" durch den BLSV sei ein sichtbares Zeichen, dass der Verein in den Bereichen Ehrenamt, Jugendarbeit, Breitensport, Gesundheit und Prävention erstklassige Leistungen liefert.

Die immer aufwendigere Pflege und der Unterhalt der Sportanlagen, des Sportbetriebsgebäudes und der Außenanlagen belaste den SV auch finanziell. "Wir sind kein Verein, der nur Forderungen gegenüber der Kommune anmeldet, sondern wir legen selbst Hand an", bekräftigte Scherm. Dem neuen Vorstand wünschte der scheidende Vorsitzende eine stets glückliche Hand. Gerne werde er, wenn gewünscht, mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Hauptkassier Bernd Meier hielt unterm Strich fest, dass der SV seine Aufgaben und Herausforderungen jederzeit erledigen könne. Das Finanzpolster und die exzellente Kassenführung - wie seit 41 Jahren - bestätigte Revisor Willi Hirsch.

Noch vor der Neuwahl sprach Ehrenmitglied Fred Lehner von einem bisher im SV noch nie dagewesenen Generationswechsel. Eine Auffrischung im Vorstand und Ausschuss werde dem Verein gut tun.

Stellvertretend für alle Gewählten sicherte der neue Vorsitzende den Mitglieder vollen Einsatz zu. Es gebe viel Arbeit bei der Jugend und besonders bei der ersten und zweiten Mannschaft. Die Reserve müsse wieder aktiv werden. Von einer großen und beachtlichen Geschlossenheit sprach dritte Bürgermeisterin Rita Rosner. Sie wünschte allen Verantwortlichen stets glückliche Hände.

VorstandVorsitzender Alexander Meier, Stellvertreter Stefan Kraus, Schriftführerin Sophia Scherm, Hauptkassier Bernd Meier. Abteilungsleiter Fußball: Benjamin Reber. Jugendleiter: Andreas Staschewski, Abteilungsleiterin Kegeln: Melanie Richter. Jugendvertreter Björn Beer. Dem Ausschuss gehören Lukas Schaller, Tobias Feiler, Michael Gailitzdörfer, Bernd Richter und Andreas Niemann an. Als Kassenrevisoren wurden Willi Hirsch und Fabian Nasser bestätigt. (le)

Der Schwerpunkt der Arbeit im Sportverein liegt bei den Fußballern und den Keglern. In der Jahreshauptversammlung wurde einmal mehr deutlich, wie schwierig es ist, Spielkader auf die Beine zu stellen.

Über den Stellenwert der Jugendförderung beim SV sprach Jugendleiter Andreas Staschewski. Den Zusammenschluss mit dem Nachbarverein TSV Flossenbürg bei den Schüler- und Jugendteams nannte er als richtige Entscheidung für beide Vereine. Es gibt zwei F-Mannschaften mit 15 Kindern. In der E spielen 14 Kicker. "Ab heuer soll es zwei Mannschaften geben." Die D greift mit zehn Spielern ins Spielgeschehen ein. Bei den C-/B-/A-Mannschaften kommen nur wenige Spieler aus Floß. "Wir streben einen kontinuierlichen Aufbau in Zusammenarbeit mit der Spielgemeinschaft Flossenbürg an."

"Sorgen macht uns die erste Mannschaft", offenbarte Betreuer Werner Jakob. "Es schlich sich ein Schlendrian ein, unnötige Punkte wurden verschenkt und eine bessere Tabellensituation leichtfertig verspielt." Nach nur einer Saison verließ Spielertrainer Martin Reil den SV. Das Flosser Urgestein Franz Lindner übernahm den Trainerposten. Trotz dünner Spielerdecke reichte es für einen Neustart. Heute steht bereits fest, dass der SV an der Spitze der A-Klasse Ost keine Rolle mehr spielt. "Platz zehn reicht eben nicht aus." Das solle sich ändern, weshalb man Lindner mit Betreuerkollegen Benny Reber fest die Daumen drücke.

Michael Gailitzdörfer blickte auf die Neuformierung der Altliga mit den Betreuern Alexander Völkl, Christian Haberkorn und ihm selbst. Uwe Bayer machte seine Sache prima, schaffe es aber nicht mehr. Für die Altliga stehen zwei Veranstaltungen im Mittelpunkt: Das 60-jährige Bestehen und das Wanderpokalturnier am 16. und 23. Juni. Außerdem wurden zehn Freundschaftsspiele vereinbart.
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