20.01.2016 - 02:00 Uhr
FloßOberpfalz

Ausschuss "Zukunft Floß" freut sich über Bürgerinteresse Flosser reden mit

Die Flosser wollen wissen, wohin die Reise bei der Ortsentwicklung geht. "Laut Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) war die Beteiligung an der Bürgerbefragung so hoch wie noch nirgends", berichteten Gruppenleiter Harald Gollwitzer und Stellvertreter Armin Betz den Mitgliedern der Beratungsgruppe Ortsentwicklung im Ausschuss "Zukunft Floß".

Dr. Reinhard Pausch (links) präsentierte in der Versammlung der Beratungsgruppe Ortsentwicklung/Ausschuss Zukunft Floß seine Vorschläge für überschaubare, schnell umsetzbare Projekte. Bild: hfz
von Redaktion OnetzProfil

Jeder Haushalt hatte im Herbst einen Fragebogen erhalten. Es gab 606 Rückläufe, das entspricht einer Beteiligung von 36 Prozent. "Damit ist die Beteiligung überdurchschnittlich gut und die Ergebnisse repräsentativ." Erfahrungsgemäß würden bei Umfragen Beteiligungen von 10 bis 20 Prozent erzielt. "Dieses Interesse der Bürger erhöht die Chancen, in die Städtebauförderung zu kommen", meinte Betz im Hotel "Goldener Löwe". Die Umfrageergebnisse sollen erst Ende Februar präsentiert werden, weil noch die Stellungnahme des Landratsamts zur Aufnahme in das Städtebauentwicklungskonzept aussteht.

Beim Rückblick auf die Infoveranstaltung mit dem Planungsbüro Leuninger & Michler monierten die Ausschussmitglieder einige Problembereiche: Mängel im Hochwasserschutz oder in der Infrastruktur, unstrukturierte Ausweisung von Gewerbeflächen, fehlende Spazierwege und Einrichtungen für Jugendliche sowie schlechte Barrierefreiheit der Gehwege und der gefährliche Schulweg. Aber auch positive Beispiele wie der Kreislehrgarten, die Landschaft rund um Floß, die Bachgasse und der Judenberg wurden genannt.

Dr. Reinhard Pausch präsentierte den Zuhörern seine Vorschläge für überschaubare, schnell umsetzbare Projekte, die seiner Meinung nach starke Wirkung haben könnten. Als Beispiel nannte er vorgefertigte Pläne für Haustüren oder Fenster, um bei Renovierungsarbeiten Kosten zu sparen und führte den Podewils-Garten als Treffpunkt für Feste und Naherholung an.

Er favorisierte einen besseren Zugang zur Mühlpaint, eine Baum-Allee in der Neustädter Straße und eine Zone 30 im Ortskern. Zudem plädierte Pausch für bessere Planung der Neubaugebiete für mehr Lebensqualität. Die Beratungsgruppe wies darauf hin, dass jeder Bürger Vorschläge einbringen kann.

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Weitere Informationen im Internet:

www.zukunft-floss.de/

Ortskümmerer

In der lebhaften Diskussion machten die Ausschussmitglieder deutlich, dass es in manchen Bereichen, beispielsweise bei möglichen Fördermitteln und Beratung für die Sanierung von Altbeständen, Kommunikationsprobleme gibt. Alle waren sich einig, dass Floß deshalb dringend einen Ortskümmerer braucht, der Kontakt zu den betroffenen Bürgern aufnimmt und als Ansprechpartner zur Verfügung steht.

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