28.03.2018 - 08:13 Uhr
Floß

Bergnetsreuther Gemeinschaftsjagdrevier wird ausgeschrieben Keine Einigung mit Jagdpächtern

Die Bergnetsreuther Jagdgenossen konnten sich immer noch nicht einigen. Daher wird zu Beginn eines neuen Jagdjahrs am 1. April die Hege und Pflege des Gemeinschaftsjagdreviers vorerst auf der Strecke bleiben. Es fehlen die Jagdpächter.

von Fred LehnerProfil

Selbst ein dritter Versuch, das Jagdrevier an die Jägergemeinschaft Gerhard Venzl, Robert Venzl und Jörg Eismann ab 1. April zu verpachten, scheiterte. Schon in der Mitgliederversammlung am 27. Februar war es nach zwei schriftlichen und geheimen Abstimmungen nicht möglich, die erforderliche Stimmen- und Flächenmehrheit zu erzielen.

Dabei standen zwei Angebote zur Wahl. Einmal sollte der Jagdpachtpreis 2,50 Euro je Hektar mit einer Wildschadendeckelung von 1000 Euro im Jahr betragen, zum anderen waren vier Euro je Hektar inklusive Wildschaden angeboten. Wenn auch jeweils nur mit äußerst knappen Mehrheiten von einer beziehungsweise drei Stimmen fanden beide Angebote von den Jagdgenossen keine mehrheitliche Zustimmung.

Der dritte Anlauf für eine Entscheidung startete in der Mitgliederversammlung am Montag im Feuerwehrgerätehaus Bergnetsreuth.

Jagdvorsteher Josef Lindner gab ein Schreiben der Jägergemeinschaft zur Kenntnis, wonach an einer Verlängerung des Jagdpachtvertrags vom Jahr 2000 kein Interesse mehr bestünde und die abgegebenen Angebote zurückgezogen würden. Diesem Schreiben folgte am 11. März eine zweite Eingabe, in der mitgeteilt wurde, dass der bisherige Mitpächter Manfred Meier auf eigenen Wunsch aus der Jägergemeinschaft ausscheide. Die Jägergemeinschaft mit Jörg Eismann, Robert und Gerhard Venzl unterbreitete ein neues Angebot zur Pachtverlängerung, allerdings unter Beibehaltung der Grundsätze des Jagdpachtvertrags von 2000.

Demnach wurden ein Jagdpachtpreis von zwei Euro je Hektar und ein Wildschadendeckel von einem Euro pro Hektar und Jahr vorgeschlagen. Der jagdbaren Fläche sollten 650 Hektar zugrunde gelegt werden. Jagdvorsteher Lindner hatte Jagdpachtpreise und Regelungen von Wildschäden in anderen Jagdgenossenschaften, darunter auch im Flosser Land, bekanntgegeben. Das Angebot der Jägergemeinschaft liege unter diesen Pachtregelungen.

Bei nur einer Wortmeldung, die dafür plädierte, das Angebot von vier Euro pro Hektar, inklusive Wildschaden, zur Abstimmung zu stellen und bei einem erneuten Scheitern eine öffentliche Ausschreibung des Gemeinschaftsjagdreviers durchzuführen, blieb es. In der folgenden geheimen Abstimmung kam wieder keine Mehrheit für das neue Angebot der Jägergemeinschaft zustande.

Von 15 abgegebenen Stimmen mit einer Gesamtfläche von 391,20 Hektar sprachen sich sechs Jagdgenossen (131,48 Hektar) dafür und neun Jagdgenossen (259,72 Hektar) dagegen aus. Die Jagdgenossen waren sich einig, das 650 Hektar große Gemeinschaftsjagdrevier für die Dauer von neun Jahren, beginnend am 1. April, öffentlich auszuschreiben.

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