BUND bemängelt
Landwirte halten Grundstücksgrenzen nicht ein

Vermischtes
Floß
02.04.2018
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Eine Stichprobenkontrolle der BUND-Naturschutz-Ortsgruppe Floß mit Hilfe von Satellitenbildern und kartografisch ausgewiesenen Gemeindegrund ergab 2016, dass etwa 1,5 bis 2 Hektar Gemeindegrund widerrechtlich genutzt werden. "Eine vollständige Kontrolle der kommunalen Grundstücke würde wahrscheinlich eine vielfach höhere Fläche ergeben", vermutet der Vorsitzende Manfred Wiedermann. .In unserem Gemeindegebiet verschwinden seit vielen Jahren immer wieder Feldwege, Einschnitte, Böschungen und Wegrandstreifen."

Schon über viele Jahre beobachteten die BUND-Mitglieder die illegale Landnahme. Deshalb forderten die Naturschützer schon 2003 und ein zweites Mal 2016 die Marktgemeinde auf, sich mit diesem Problem zu befassen. Inzwischen hat Bürgermeister Günter Stich in Absprache mit dem Marktrat die ersten Gegenmaßnahmen in die Wege geleitet. Landwirte wurden in einem Schreiben auf die Überackerung hingewiesen und aufgefordert, Grenzen einzuhalten und die Bewirtschaftung wieder auf die eigenen Flächen zurückzuführen. Sonst drohe eine Vermessung auf Kosten der Landwirte. "Die Rückholung und Renaturierung der widerrechtlich genutzten kommunalen Grundstücke, Feldwege und Wegsäume wäre für unsere Natur dringend nötig", erklärt Wiedermann. Auf landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen werde die Natur artenärmer.
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