Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder über Patientenverfügungen
Wünsche festhalten

Seniorenkreis-Leiterin Marlene Noetzel (stehend, links) freut sich über den Vortrag von Marianne Schieder (stehend, rechts). Bild: le
Vermischtes
Floß
06.04.2018
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Nach dem Vortrag von SPD-Bundestagsabgeordneter Marianne Schieder gab es eine lebhafte Diskussion unter den Senioren. Es ist ein Beweis dafür, wie wichtig solche Vorträge sind. Die Schwandorferin sprach im Pfarrsaal zum Thema Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung. Zur Patientenverfügung meinte Schieder, es sei wichtig, rechtzeitig für Unfall, Krankheit und Alter vorzusorgen. Eine Verfügung biete die Möglichkeit, eigene Wünsche und Vorstellungen festzuhalten, falls man irgendwann nicht mehr einwilligungsfähig sei. Eine Patientenverfügung entlaste die Angehörigen und stelle sicher, dass die Ärzte den eigenen Vorstellungen entsprechend behandelten.

Es sei erschreckend, dass neun von zehn Deutschen nicht durch eine Vorsorgevollmacht abgesichert seien. Durch Unfall, Krankheit und Alter verlieren jedes Jahr Millionen Deutsche ihre Einwilligungsfähigkeit. "Damit die Familie handlungsfähig bleibt, ist eine Vorsorgevollmacht unerlässlich", sagte Schieder. Die Betreuungsverfügung dient der zusätzlichen Absicherung: Beim Betreuungsverfahren handelt es sich um ein strenges gesetzliches Verfahren. Der Betreuer unterliegt Kontrollpflichten und muss dem Gericht Rechenschaft ablegen.
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