04.04.2018 - 18:42 Uhr
FloßOberpfalz

Flosser feiern mit Pater Leo 80. Geburtstag

80 Jahre alt wird Pater Leo Beck am Freitag. Archivbild: Popp
von Martin Staffe Kontakt Profil

Floß/Schönau. Nach einem zehntägigen Aufenthalt im Juliusspital Würzburg im Februar geht es langsam aufwärts. Pater Leo Beck ist inzwischen wieder so weit genesen, dass er sich auf seinen 80. Geburtstag am Freitag, 6. April, freut. Zusammen mit 35 Mitstreitern und Getreuen des Klosters Schönau, das er seit zwei Jahren als Guardian leitet, feiert er im Klostersaal. Mit dabei ist auch der Gemündener Bürgermeister Jürgen Lippert .

Gut zwei Wochen später, am Dienstag, 24. April, begeht Pater Leo seinen "Runden" dann auch mit seinen Flossern. Um 18.30 Uhr beginnt in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer ein festlicher Gottesdienst. Anschließend ist mit dem Jubilar gemütliches Beisammensein im Pfarrzentrum. "Wer dabei sein möchte, ist willkommen", sagt Pfarrer Max Früchtl .

Der Ordensmann aus der Oberpfalz gehört zu den markantesten Köpfen der deutschen Franziskaner-Minoriten der Gegenwart und war viele Jahre lang für den Orden in aller Welt unterwegs. Von 1995 bis 2007 wirkte er als Generalassistent an der Generalkurie in Rom. In dieser Funktion sah er sich als eine Art Brücke zwischen der Ordensleitung und den einzelnen Niederlassungen in Zentraleuropa. Nach seiner Rückkehr nach Würzburg wählten ihn die Mitbrüder der deutschen Provinz St. Elisabeth bis 2001 zum Provinzialminister. Schon 1986 hatte der Flosser in der Zentrale in Würzburg das Vertrauen als Guardian erhalten. Gleich im ersten Jahr seiner Amtszeit wurde die Würzburger Minoritenkirche bei einem Brandanschlag schwer beschädigt.

Pater Leo nutzte die Gelegenheit und ließ das Gotteshaus, das wegen seiner Schlichtheit zu den schönsten in der Domstadt zählt und eine Pietà von Timan Riemenschneider beherbergt, wieder im ursprünglichen gotischen Stil aufbauen. Einen weiteren Millionenbetrag verschlang die Sanierung des Klosters.

In all den Jahren hält der Fan des 1. FC Nürnberg regelmäßig Kontakt zu seiner Heimatgemeinde Floß. Der glaubwürdige Verkünder der Frohen Botschaft verbringt hier aber nie nur einen Erholungsurlaub, sondern ist stets auch pastoral tätig. Das rechnen ihm die Flosser hoch an.

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