01.12.2017 - 20:28 Uhr
FlossOberpfalz

Gebietsversammlung des BBV Miteinander schafft Zukunft

Der Wolf ist zurück. Da er unter strengem Schutz steht und keine natürlichen Feinde hat, kann er sich nahezu ungehindert ausbreiten. Der Bayerische Bauernverband fordert die Landes- und Staatsregierungen auf, sich Gedanken zu machen.

Fachberater Klaus Gieler (von links), stellvertretender Kreisobmann Martin Görl und Ortsobmann Markus Schieder informieren bei der Gebietsversammlung im "Weißen Rössl". Bild: le
von Redaktion OnetzProfil

Nicht nur mit diesem Thema beschäftigte sich die gut besuchte Gebietsversammlung des BBV im "Weißen Rössl " in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, die Ortsobmann Markus Schieder begrüßte. Er hatte auf die Bedeutung dieser Zusammenkünfte hingewiesen. "Nur ein Miteinander führt zum Erfolg und schafft eine lebenswerte Zukunft."

Freude hatte er über die Anwesenheit des stellvertretenden Kreisobmanns Martin Görl aus Weiden-Ullersricht, der sich in Floß vorstellte. Die Aschermittwochversammlung wird 2018 am 14. Februar in Diepoltsreuth abgehalten. Geradezu im Schnelllauf nahm Fachberater Klaus Gieler zu aktuellen Themen Stellung. Darunter waren unter anderem die am 1. Juni 2017 neue Düngeverordnung und die Afrikanische Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen, die viel zu sehr auf die leichte Schulter genommen werde. Gefährdeter Bezirk (Seuchengebiet) ist vorzugsweise ein Mindestradius von 15 Kilometer um den Abschuss- oder Fundort.

Die generelle Jagdruhe betrage 21 Tage. Darüber werde viel zu wenig informiert. Tschechien gebe ein Beispiel, wie man verfahren müsste. Als erfreulich bezeichnete Gieler den Abschluss des "Digitalisierungspaktes Land- und Forstwirtschaft", darunter auch die Ermittlung der Jagdflächen bei den Jagdgenossenschaften. Ein vereinfachtes und kostengünstiges Verfahren helfe Jagdgenossenschaften und Jagdgenossen bei der Ermittlung der jagdbaren und nichtjagdbaren Flächen. Geisler streifte auch die Position zur Anbindehaltung in Bayern. Das Präsidium des Bayerischen Bauernverbandes sieht in so einem Konzept den geeigneten verantwortungsvollen Ansatz, die Milchviehhaltung konsequent im Sinne des Tierwohls, aber ohne Strukturbrüche voranzubringen. Die Geschäftsstelle des BBV helfe jedem Mitglied und gebe Rechtssicherheit, wenn unbürokratische Auflagen erfüllt werden müssen.

Ausführlich referierte stellvertretender Kreisobmann Martin Görl über die neue Novelle des Düngerechts ab Juni 2017. Auch Görl fordert seine Berufskollegen zur Gemeinsamkeit auf, denn nur so können berechtigte Forderungen des Bauernverbandes durchgesetzt werden.

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