05.02.2018 - 20:00 Uhr
Floß

Holzeinschlag bringt Sicherheit Waldbesitzer sind zuversichtlich

Mit 62 Jahren gehört die Waldbesitzervereinigung (WBV) Floß und Umgebung zu den ältesten Selbsthilfeeinrichtungen dieser Art in Bayern. Obwohl das vergangenen Jahr ein wirtschaftlich erfolgreiches war, wird offenbar dennoch über eine Fusion nachgedacht.

Mit neuer Kraft gehen Vorstand und Ausschuss die kommenden Herausforderungen in den nächsten fünf Jahren an. Bild: le
von Redaktion OnetzProfil

Vorsitzender Willy Meierhöfer war in der Jahreshauptversammlung voll des Lobes über die kollegiale Zusammenarbeit im Vorstand sowie mit Geschäftsführer Michael Bock und forstlichen Berater Sebastian Höllerer von der Flosser Forstdienststelle. Nur so sei es möglich, an der Existenz der Vereinigung festzuhalten. Trotzdem verhehlte Meierhöfer nicht, dass sich die WBV mit dem Thema "Fusion oder Zusammenarbeit mit benachbarten Forstbetriebsgemeinschaften" ernsthaft befasse.

"Wir haben unsere Aufgaben erfüllt und können zuversichtlich nach vorne blicken", resümierte Meierhöfer in seinem Jahresbericht. Mit der Situation auf dem Holzmarkt beschäftigte sich Geschäftsführer Michael Bock. "Aufgrund des kontinuierlichen Schadholzangebots zu niedrigen Preisen konnten die Sägewerke auf hohem Niveau produzieren", resümierte er. Schnittholz und Sägenebenprodukte seien gut verkauft worden, der Rundholzmarkt in Mittel- und Osteuropa durch Kalamitätsholz aus Sturm und Käferbefall geprägt. Der Einschlagstopp im Staatswald habe Druck aus dem Markt genommen.

Aktuell sei der Frischholzeinschlag insbesondere im Kleinprivatwald auf niedrigem Niveau. Bis April 2018 laufen die Verträge für Rundholz. Der Geschäftsführer mahnte die Fertigstellung bei der Holzbereitung an, damit die Lieferverpflichtungen eingehalten werden können. Die Hölzer seien bis 28. März fertigzustellen und zu melden. Bock bat zudem, das Angebot der Beratung durch Revierförster Sebastian Höllerer zu nutzen, damit finanzielle Förderungen in Anspruch genommen werden können. Rabatt gibt es bei den Pflanzenbestellungen. Die WBV verkauft zudem an die Mitglieder Zaunrollen, Zaunpfosten, Bambusstäbe, Verbissschutzklammern, Wuchshüllen und Hohlspaten. Die Forstverwaltung erstellt 2018 erneut für die 750 Hegegemeinschaften in Bayern die Gutachten zur Situation der Waldverjüngung. Im eigenen Interesse und im Interesse des Waldes appelliert die WBV an die Mitglieder, die Erhebung positiv zu begleiten. Bernhard Irlbacher erläuterte das Zahlenmaterial im Bewirtschaftungsjahr 2017, das mit einem Minus abschloss.

Neuwahlen

Dass die Gremien hervorragend gearbeitet haben, bestätigten die Mitglieder durch einstimmige Vertrauensbeweise bei den Neuwahlen. Willy Meierhöfer, Haupertsreuth, bleibt Vorsitzender, Stellvertreter sind Erwin Vollath, Gösen, und Wolfgang Stangl, Goldbrunn.

Helmut Bär, Diebersreuth, übernimmt den Schatzmeister-Posten, und Reinhard Alberti, Würnreuth, das Amt des Schriftführers. Im Ausschuss sitzen Markus Schieder, Erwin Stahl, Volker Strobel, Armin Münchmeyer und Norbert Gmeiner. Kassenprüfer: Helmut Baumgart und Wolfgang Lang. (le)

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