Mährisches Klaviertrio begeistert
Klassisch und modern

Vollendete Musikkunst bietet das Mährische Klavierkonzert mit Jiri Jahoda (Violine), Jana Rysankova (Klavier) und Miroslav Zicha (Violoncello) in der Flosser Synagoge. Bild: le
Vermischtes
Floß
06.09.2017
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Es hat schon viele unvergessliche Aufführungen in den vergangenen 200 Jahren seit Bestehen der Synagoge gegeben. Das Benefizkonzert des Mährischen Klaviertrios reiht sich ganz vorne ein.

Es war klassische und moderne Musik in Vollendung. Premiere in Floß feierten Jana Rysankova (Klavier), Jiri Jahoda (Violine) und Miroslav Zicha (Violoncello). Es ist der Jüdischen Gemeinde Weiden zu verdanken, dass sie die Vortragsreihe "Musik in Synagogen der Pilsener Region" Jahr für Jahr mit dem tschechischen Bund für Naturschutz fortsetzt. Damit wird Kultur auch im Markt gepflegt. Die Synagoge feierte am 22. August ihr 200-jähriges Bestehen. Mit ihrer starken Akustik kommt sie einem Konzerthaus gleich.

Seit Jahren hat sich ein treuer Besucherstamm entwickelt. Mit dem Mährischen Klaviertrio, das 1997 vom Stimmführer der 2. Violine der Staatsphilharmonie Brno/Brünn, Jiri Jahoda, dem Cellisten Rudolf Mrazik und der Pianistin Jana Rysankova gegründet wurde, stellten sich Künstler vor, die ihre Instrumente meisterhaft beherrschen. Miroslav Zicha, ehemals Professor am Konservatorium in Brünn und heute Leiter des Saiteninstrumentalklasse der Janacek-Akademie der Musischen Künste, spielte am Cello.

Das Ensemble trat bei zahlreichen Musikfestivals wie dem Prager Musikfrühling und den Tagen der tschechischen Kultur im spanischen Burgos auf und spielte viele Konzerte auf heimischen wie internationalen Musikpodien. Der Abend in der Synagoge konzentrierte sich auf französische Musik mit Werken von Antonin Rejcha (Trio d moll op. 101, Nr. 2 I. Allegro non troppo, II Allegro Menuett, III. Andantino und VI. Finale. Allegro assai), Camille Saint-Saens (II. Andante und IV. Allegro) und Claude Debussy (III. Andante espressivo und IV. Finale. Appassionato). Die Künstler glänzten durch ihr Zusammenspiel. Mit den drei alten Tänzen Viennoise von Fritz Kreisler (Liebesfreud, Liebesleid, Schöne Rosmarin) gab es einen absoluten Höhepunkt des Konzerts. Bei den meisterhaft vorgetragenen Melodien fühlten sich die Musikfreunde wie in einem Ballhaus.

Ganz im Sinne der Konzertbesucher sprach der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Weiden, Leonid Shaulov, von wunderbarer Musik. Sichtbar erfreut nahmen die drei Künstler den Applaus entgegen. Für sie war Floß eine Reise wert, was sich auch in den anschließenden Unterhaltungen zwischen Künstlern und Besuchern zeigte.
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