15.09.2017 - 20:00 Uhr
FloßOberpfalz

Neue Dauerausstellung in der Flosser Synagoge Sonntag festliche Eröffnung

Aufbau, völlige Zerstörung, Restaurierung - die seit über 200 Jahren bestehende Synagoge hat eine überaus bewegte Geschichte. Am Sonntag wird im Gebäude ein musealer Bereich eingeweiht.

Am Sonntag wird in der Flosser Synagoge ein musealer Bereich mit einer Dauerausstellung eröffnet.. Bild: le
von Redaktion OnetzProfil

Die Historie der Synagoge beginnt mit der Grundsteinlegung am 28. Juni 1815 und setzt sich bis zur feierlichen Einweihung am 22. August 1817, der Zerstörung in der Pogromnacht vom 9. auf 10. November 1938 bis zur Entscheidung der Restaurierung in den Jahren 1971/1972 und der Wiedereinweihung am 9. November 1980 fort.

Die Synagoge und der seit mehr als 300 Jahren bestehende Friedhof in der Flossenbürger Straße sind Zeugen der Vergangenheit jüdischer Geschichte im heute 1069-jährigen Markt Floß.

Seit der Wiedereinweihung 1980 wurden viele Zeichen der Toleranz, des Verständnisses, des Gemeinsinns und der Menschlichkeit gesetzt. Die jährlich zentrale Veranstaltung im Rahmen der "Woche der Brüderlichkeit" durch die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Weiden ist eines der vielen Beispiele dafür. Kulturelle Veranstaltungen lassen immer wieder spüren, dass dieses Miteinander zwischen Juden und Christen stärker wird. Die Einweihung des neuen musealen Bereichs mit einer Dauerausstellung, die am Sonntag, 17. September, um 15 Uhr auf der Frauenempore eröffnet wird, ist ein weiterer Mosaikstein in der Geschichte der Synagoge.

Der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinde in Bayern und der Markt Floß haben die Initiative für diese Dauerausstellung ergriffen. Sybille Kußmaul aus Berlin hat dazu das Konzept verfasst, das vom Atelier Erich Hackel, München, in enger Zusammenarbeit mit Dr. Otto Lohr vom Landesamt für Denkmalpflege und der Landesstelle für Nichtstaatliche Museen in Bayern umgesetzt wurde.

Musik zur Umrahmung

Die Eröffnung der Dauerausstellung in der Synagoge wird von der "Lobkowitz-Schlossmusik", Willibald Wirth und Reinhold Maß (Violine) sowie Hans Fröhlich (Klavier), musikalisch gestaltet. Bürgermeister Günter Stich und Karin Offmann, Geschäftsführerin der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, sprechen Grußworte. Sybille Kussmaul aus Berlin führt Gedanken zum Konzept aus.

Grußworte sprechen Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher und stellvertretender Landrat Albert Nickl.

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