Rabbiner-Duett Balla/Fabian begeistert in der Flosser Synagoge
"Wir gehören zusammen"

Ein Konzertabend, wie man ihn bisher selten in der Flosser Synagoge erlebt hat, bot das Rabbiner-Duett Zsolt Balla (rechts) und Daniel Fabian. Bild: le
Vermischtes
Floß
10.07.2017
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Kaum eine Veranstaltung in der Synagoge hat einen so nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Das Konzert des Rabbiner-Duetts Zsolt Balla aus Leipzig und Daniel Fabian aus Berlin begeistert die vielen Besucher.

Sie führten die Zuhörer mit ihrer Musik, ihren Gebeten und Gesängen einmal durchs Jahr. Das über einstündige Programm erfüllte nicht nur alle Erwartungen der Besucher, es gewährte einen tiefen Einblick in das jüdische Leben.

Daniel Fabian wurde in Israel geboren, wuchs in Düsseldorf auf und ist Diplom-Biologe. Er arbeitete als Madrich (Erzieher) in Ferienanlagen von Am Echad, der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) und des Bundesverbandes Jüdischer Studierender in Deutschland (BJSD) und studierte an einer Jeschiwa, einer Hochschule in Israel.Er setzte später seine Studien an der Yeshivas Beis Zion in Berlin fort. Dort erhielt er seine Ordination als Rabbiner. Mit seiner Familie lebt er in Berlin.

Glänzende Abstimmung

Zsolt Balla wurde in Ungarn geboren, ist Wirtschaftsingenieur und hat sehr früh Erfahrungen als Dozent bei jungen Lerngruppen gesammelt. 2009 schloss er die Ausbildung zum Rabbiner in Berlin ab und trat die Stelle als Gemeinderabbiner angetreten. Heute ist er Direktor des Instituts für Traditionelle Jüdische Liturgie und lebt in Leipzig. "Wir sind keine Künstler, vielmehr haben wir Freude daran, Ihnen Freude bereiten zu können", bekannten die Gäste. Das Programm begannen sie mit dem Monat Elul. Die glänzende Abstimmung in Lied und Gesang, in den Erzählungen und mit den beiden Gitarren ließen den Abend zu einem Höhepunkt werden.

Die klaren Tenor- und Baritonstimmen der beiden Sänger, die rhythmischen Gesänge, fröhlich interpretiert, begeisterten die Zuhörer. Balla und Fabian wechselten sich in den Vorträgen ab und fanden sich wieder in erstaunlicher Einheit. Immer wieder wurden die Geschichten und Bräuche auf eine selten gehörte, lebendige Weise mit angenehmer Tonlage vermittelt. Balla wies bei seinen Erzählungen auf die jahrtausendelange Verfolgung des jüdischen Volkes hin und sagte: "Bei aller Verfolgung: Wir sind da und haben die Möglichkeit, Gott weiter zu loben."

Versöhnungszeichen

Das haben beide Rabbiner in glänzender Weise getan. "Wir gehören zusammen", betonte Balla und bat die Zuhörer, bei der Zugabe mitzusingen. Der anhaltende Applaus und der Dank von Vorsitzendem Leonid Shaulov von der Jüdischen Gemeinde Weiden drückte die Begeisterung der Besucher aus.

"Das waren Klänge und Gesänge als Friedens- und Versöhnungszeichen", bestätigte Bürgermeister a. D. Fred Lehner als Vorstandsmitglied der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Weiden.
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