06.03.2018 - 20:00 Uhr
Floß

Schönbrunner Jagdgenossen ziehen dennoch positives Fazit Immer mehr Wildschweine

Wie sieht es mit der Schweinepest in unserem Jagdrevier aus? Hat man schon einen Wolf gesehen? Etwas außergewöhnlich, aber hochaktuell waren die Fragen der Jagdgenossen Schönbrunn am Montag im Gasthaus "Weißes Rößl".

von Fred LehnerProfil

Jagdpächter Max Völkl beantwortete alle Fragen negativ. Zur Schweinepest gab er den Jagdgenossen einige Tipps mit auf den Weg, in jedem Fall sei bei Auffälligkeiten der Jagdpächter zu verständigen. "Finger weg von Schweinen, die eines natürlichen Todes gestorben sind. Und Wolfsspuren gibt es im Schönbrunner Gemeinschaftsjagdrevier nicht", beruhigte er die Genossen.

Der Jagdpachtvertrag mit Max Völkl und Florian Dammbeck läuft bis 31. März 2019, doch wurde jetzt schon Vorsorge für die dann kommenden neun Jahre getroffen. Christian Lochner aus Schirmitz wird für Dammbeck als Mitpächter auftreten. Schon vor acht Jahren wurde der Jagdpachtpreis auf 3,50 Euro pro Hektar festgelegt und bestimmt, dass die Pächter zum Wildschadenersatz verpflichtet sind. Ein Wildschaden wird bis zu einem Betrag von 1500 Euro innerhalb eines Jahres von den Pächtern übernommen. Den Jagdpächtern wurde gestattet, dass sie vier Jagderlaubnisscheine ausstellen dürfen. Der Jagdpachtvertrag, beginnend am 1. März 2019 und endend am 31. März 2028, wurde von 18 der 19 stimmberechtigten Mitgliedern angenommen, bei einer Enthaltung.

Jagdvorsteher Günter Reinl erklärte, der Abschussplan von 23 Stück Rehwild sei eingehalten worden. Abzuwarten bleibe das nächste Wildverbissgutachten. Selbst eine Erhöhung des Abschussplanes würde keine Probleme bringen. Wildschäden habe es nur auf bestimmten Flächen gegeben und seien einvernehmlich geregelt worden. Zustimmung erhielt die Niederschrift von Schriftführer Gerhard Käs. Kassier Willi Meierhöfer erinnerte, dass man bereits im letzten Jahr festgelegt habe, die Jagdpacht 2016/2017 im Jahr 2019 auszuzahlen. Es gibt drei Euro pro Hektar und Jahr. Jagdvorsteher Reinl bat seine Kollegen, das für den Wegeunterhalt zu verwenden und zudem Nachweise vorzulegen.

"Wir haben den Abschussplan erfüllt und hatten reiche Beute", bilanzierte Jagdpächter Völkl. Vier zusätzliche Rehe starben bei Verkehrsunfällen. Sorgen mache das wachsende Aufkommen an Schwarzkittel. Die Pächter haben 25 Wildschweine erlegt, dazu 18 Füchse, 7 Hasen, 1 Dachs, 17 Krähen und 6 Enten.

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