29.04.2018 - 11:18 Uhr
FlossOberpfalz

Spannender Vortrag beim Klub 70 Uganda aus erster Hand

Eine Reise nach Uganda mit Bildern und Geschichten erleben 50 Teilnehmer des Seniorenkreises "Klub 70" im evangelischen Gemeindehaus. Die 25-jährige Medizinstudentin Rebecca Thamm-Aibaku und ihr in Uganda lebender Mann, Mickey Aibaku, berichten aus dem ostafrikanischen Land.

Rebecca Thamm-Aibaku und ihr Mann Mickey (rechts) zeigen beim Klub 70 die zahlreichen Sonnen- und die Schattenseiten Ugandas auf. Bild: exb
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Die Bilder belegten die Vielfalt der "Perle Afrikas", wie die Ugander ihre Land nennen: Zu sehen gab es die Regenwälder im Süden, wo der weltgrößte Strom, der Nil, seinen Ursprung hat, den riesigen Victoriasee, schneebedeckte Berggipfel, bis zu dem vom Saharawind geprägten, eher trockenen Norden. Ein Markenzeichen der artenreichen Tierwelt sind seltene Vögel aus über 1000 Arten.

Die jungen Referenten haben vor einem halben Jahr in Arua im Norden Ugandas geheiratet. "Auch wenn der Brautpreis für mich nicht in Rindern bezahlt wurde, so haben die Schwiegereltern meinen Eltern doch symbolisch Kuchen überreicht", erzählte die angehende Ärztin schmunzelnd. Hochzeiten seien hier keine privaten Familienereignisse, sondern Feste der ganzen Kirchengemeinde. Insgesamt habe man beim Festessen 1200 Gäste gezählt.

Während Thamm-Aibaku in Deutschland noch ihr Medizinstudium beendet, arbeitet ihr Mann im Auftrag seiner evangelischen Kirche als Sozialarbeiter mit Flüchtlingen, die vor allem vor den Bürgerkriegen im angrenzenden Kongo und Südsudan nach Uganda fliehen. So leben fast 1,5 Millionen Flüchtlinge in dem Land mit 40 Millionen Einwohnern.

"Für die Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, sind alle lebensnotwendigen Dinge vorbereitet, während wir bei uns vielmehr auf deren Eigeninitiative setzen müssen", erklärte der 29-jährige Sozialarbeiter. Jede Familie bekomme im Flüchtlingscamp ein Stück Land als Eigentum zugeteilt, das sie dann selbstständig roden und bebauen müsse. Auch der Bau von Hütten, Versammlungsräumen, Schulen, wie der gesamte Unterricht, läge in Händen der Flüchtlinge. Sozialarbeiter der lokalen christlichen Kirchen und der UN unterstützen Organisation und Verteilung von Überlebenspaketen, Kleiderspenden und Schulspeisungen in Flüchtlingscamps mit bis zu 270 000 Menschen.

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