01.02.2018 - 18:16 Uhr
Floß

Viele neue Domizile Wer zieht wohin?

Werden Büroräume zu klein, suchen sich Unternehmen eine neue Bleibe. An sich nichts Ungewöhnliches, doch in Floß tauschen gleich mehrere Firmen ihre Domizile. Die Kettenreaktion beginnt in der Freiherr-von-Lichtenstern-Straße und endet auf dem Luitpoldplatz.

Zeno zieht aus, die Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz zieht ein. Das Geldinstitut hat das Erdgeschoss im früheren "Dreikönig"-Anwesen gekauft. Zurzeit werden die Trennwände entsorgt. Bilder: mic (3)
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Los ging's mit dem Neubau der Praxis von Dr. Rüdiger Hettler. Der Facharzt für Allgemeinmedizin empfing viele Jahre lang seine Patienten in der Freiherr-von-Lichtenstern-Straße 59. Dann entschloss er sich, im Marterweg 16, in der Nähe des Seniorenheims, neu zu bauen: größer, schöner und vor allem barrierefrei. Im September zog die Praxis um. Und somit standen die ehemaligen Räume leer.

Aber nicht allzu lange. Diplom-Psychologin Mandy Lang spielte schon eine ganze Weile mit Umzugsgedanken. Sie hatte sich vor vielen Jahren im ehemaligen "Bauerschneider"-Laden in der Freiherr-von-Lichtenstern-Straße eine Praxis eingerichtet. Doch die platzte bald aus allen Nähten. "Ich hätte gerne wieder Entspannungskurse angeboten, doch es war einfach zu eng", denkt sie zurück. Die frei gewordenen Hettler-Räume kommen ihr gerade recht. "Zum Jahreswechsel bin ich umgezogen, vom Anfang der Freiherr-von-Lichtenstern-Straße ans Ende", erzählt sie schmunzelnd. Die Psychologin schwärmt von hellen, ruhigen Zimmern und viel Platz.

Doch auch sie hinterlässt keinen Leerstand. Die Zeno Natur GmbH und die Zeno Bürgerenergiegenossenschaft sind heilfroh, dort unterzukommen. "Wir sind gerade umgezogen", berichtet Projektleiter Wolfgang Trippel. Der Betrieb lief zwar weiter. "Doch bis alles an Ort und Stelle ist, werden noch 2 bis 3 Wochen vergehen. Es stehen noch an die 100 Umzugskartons herum", seufzt er. Zehn Jahre lang war die Gesellschaft am Luitpoldplatz beheimatet. Nun übernimmt die Volksbank die Räume. "Wir sind gar nicht mal so unzufrieden", sagt Trippel. Das neue Domizil sei ein bisschen kleiner, aber besser aufgeteilt und wesentlich heller.

Zweigstellenleiter Lothar Kurz bestätigt die Pläne der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz. "Wir haben aber nicht das gesamte Haus gekauft, sondern nur das Erdgeschoss", stellt er klar. Die Wohnungen in dem Gebäude bleiben weiterhin in Besitz des bisherigen Eigentümers. Zur Zeit werden die Trockenbauwände entfernt, die Zeno als Unterteilung der Büros gedient haben. Wann genau das Flosser Geldinstitut von der Freiherr-von-Lichtenstern-Straße auf den Luitpoldplatz zieht, steht noch nicht fest. Für die bisherige Volksbank-Filiale gibt es noch keine konkreten Pläne.

"Da geht etwas vorwärts", zeigt sich Bürgermeister Günter Stich erfreut. Er kann zwar für die ehemaligen Bankräume keinen Nachfolger präsentieren, doch er hat andere positive Nachrichten vom Immobilienmarkt parat. "Die Gemeinde hat vor einiger Zeit das Meißner-Anwesen gekauft", informiert er. "Das ist in Floß kein Geheimnis mehr." Welche Verwendung das Haus künftig findet, werden die ISEK-Planungen zeigen.

Auch in der Vohenstraußer Straße tut sich was. Das Gebäude unterhalb der Schreinerei Wirner gehört jetzt einer Münchner Architektin. Was sie allerdings damit vorhat, ist dem Bürgermeister nicht bekannt.

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