Spurensuche in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Knallhart und berührendes Theater

Kultur
Flossenbürg
12.10.2017
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"Spurensuche - Was für ein Mensch willst du sein?" Mit diesem Theater beeindrucken Schüler aus Haar Zuschauer in ganz Deutschland und zuletzt in der KZ-Gedenkstätte.

Im Rahmen des Begleitprogramms zur Wechselausstellung "In Memoriam. Krankenmorde im Nationalsozialismus" führten die Jugendlichen das Theaterstück auf. Zwei Jahre haben sich die 35 Schüler des Ernst-Mach-Gymnasiums und der Mittelschule aus dem Landkreis München vorbereitet.

Sie haben recherchiert, Ausflüge gemacht und Zeitzeugen befragt. Ein halbes Jahr haben sie in den Akten des Staatsarchives München gesucht, Gedenkstätten und ehemalige Tötungsanstalten wie Grafeneck besucht. Danach entwarfen sie zusammen mit ihrem Lehrer Thomas Ritter und der freien Theaterpädagogin Farina Simbeck das Stück über Euthanasie im Dritten Reich. In ganz Deutschland, auch in großen Städten wie Berlin oder Frankfurt am Main, und sogar in Irland berührten die jungen Akteure ihre Zuschauer. Das gelang ihnen auch in Flossenbürg.

Der Saal im Bildungszentrum war gut gefüllt. Was die Zuschauer nicht ahnten: Sie wurden Teil der Inszenierung. Die Zuschauer saßen oder standen - je nach Anweisung der Schauspieler - mitten auf der Bühne. Die Schüler unterstrichen ihre Botschaft mit Licht- und Musikeffekten.

Die bewegenden, aber auch knallharten Worte riefen bei vielen Zuschauern regelrecht Gänsehaut hervor. Die Resonanz auf das Stück war durchweg positiv, die Diskussion danach lebhaft.
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