Gebiet ist Favorit für Windkraftplanung - Mittwoch Information in der Flosser Mehrzweckhalle
Auf der "Kogeri" bläst der Wind

Lokales
Flossenbürg
04.05.2013
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Das Ergebnis des Verfahrens für Windräder in der Gemeinde findet sich mit Texten, Bildern und Grafiken auf 61 Seiten wieder. Mit der Zustimmung zu diesem Geheft schuf der Gemeinderat die Basis für weitere Planungen zur Windenergienutzung. Es steht die sogenannte "Offenlage" an: Behörden, Fachstellen und Bürger können sich über die beabsichtigte Änderung des Flächennutzungsplans informieren.

Die Grundlage für die jetzige Planung schufen umfangreiche Prüfungen von Standortalternativen. Viel blieb von den ursprünglich vorgesehenen fünf Flächen nicht übrig. Wobei das verbliebene Areal von Anfang an Favorit für den Bau von Windkraftanlagen war. Es befindet sich im Nordwesten der Grenzgemeinde, im Bereich der "Kogeri", zwischen dem Haselstein und den Ortsteilen Sankt Ötzen und Hildweinsreuth.

Flossenbürger Berge

Mit der nach ausführlicher Diskussion getroffenen Entscheidung schlägt der Gemeinderat einen Weg ein, der von den Absichten des Regionalen Planungsverbandes abweicht. Das derzeit laufende Verfahren sieht nämlich für Flossenbürg keine Windkraft-Standorte vor. Bürgermeister Johann Kick verwies im Sitzungssaal des Rathauses auf den Begriff "Landschaftsbild Flossenbürger Berge". Er sei plötzlich aufgetaucht, beruhe offensichtlich auf Unterlagen, von denen niemand etwas wisse und lasse sich nicht nachvollziehen: "Noch dazu zeichnet sich ab, dass zu viel Zeit vergeht, bis mit der Regionalplanung etwas vorwärts geht."
Warum gerade die "Kogeri" als Standort für Windräder prädestiniert sein soll, dafür gibt es eine Reihe von Gründen. Details stellten in der Gemeinderatssitzung Wolfgang Trippel von der Firma Wirsol und Anke Uhlig vom Büro "bhm" vor.

Das Gebiet, Eigentum der Bayerischen Staatsforsten, hat hohen Stellenwert, weil der Wind auf dem Höhenrücken immer kräftig bläst. Passen würde auch der Abstand zu bewohnten Ortsteilen bis hin zum schonenden Umgang mit der Landschaft. Hinzu kommt noch ein Vorteil: Es haben gleich drei Kommunen, Flossenbürg, Floß und Plößberg, die Chance, unmittelbar aneinander angrenzend Windkraftpläne zu verwirklichen.

Planer erläutern

Nähere Erläuterungen dazu sowie zu den Änderungen der Flächennutzungspläne des Marktes Floß und der Gemeinde Flossenbürg gibt es am Mittwoch. Um 19.30 Uhr beginnt in der Flosser Mehrzweckhalle ein öffentlicher Informationsabend. Es sind Vertreter von "Wirsol", "bhm" und des "TÜV Süd" anwesend.
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