10.08.2014 - 00:00 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Gemeinderat sagt Ja zu Mittagsbetreuung für 25 Euro im Monat - Naturpark ohne Silberhütte Zehn Stunden gut aufgehoben

"Wir freuen uns erst einmal über das attraktive Angebot und machen Schritt für Schritt weiter", kommentierte Bürgermeister Johann Kick das Ergebnis für die Mittagsbetreuung der Schulkinder. Das Rathaus blieb für die Sitzung des Gemeinderates allerdings zugesperrt. Als Tagungsort diente die frühere Gaststätte "Gaisweiher".

von Bernhard NeumannProfil

Warum die Gemeinderäte am Mittwoch auswanderten, ließ sich im öffentlichen Teil der Zusammenkunft nicht in Erfahrung bringen. Sie berieten unter Ausschluss der Öffentlichkeit über grundsätzliche Aspekte zur Zukunft des Campingplatzes Gaisweiher. Die heiße Phase zur Frage, welche Richtung die Kommune einschlagen wird - vom Verkauf bis hin zum Eigenbetrieb - dürfte nach der Sommerpause beginnen. Bereits abgeschlossen sind dagegen seit wenigen Wochen die Vorgaben für die Mittagsbetreuung im kommenden Schuljahr.

Gemeinsam mit der katholischen Kirchenverwaltung und dem Kindergarten bietet die Kommune außerhalb des Unterrichts Betreuung von 7 bis 17 Uhr an. Hinzu kommen zumindest teilweise die Ferien. Kick ist zufrieden: "Das gab es bisher noch nie. Ich bin überzeugt, dass es gut laufen wird, auch wenn wir noch keine Erfahrungen haben. Falls nötig müssen wir eben bei Details nachbessern."

In Wohlgefallen aufgelöst haben sich einige Unkenrufe, bis hin zum kursierenden Gerücht, die Kinder müssten im Stehen essen: "Nicht vergessen werden sollten die anfallenden Gebühren. Die belaufen sich monatlich auf gerade einmal 25 Euro. Ein Ferientag für 3,50 Euro ist ebenfalls nicht überzogen."

Informiert wurde die Gemeinde über einen Antrag der Stadt Bärnau beim Tirschenreuther Landratsamt. Die nördlich gelegene Nachbarstadt möchte einen Bereich auf der Silberhütte aus dem Naturparkgebiet ausgliedern. Das wiederum wäre die Basis für eine folgende Bauleitplanung. Rudolf Hauke warnte vor denkbaren negativen Folgen. Zweiter Bürgermeister Thomas Meiler relativierte die Aussage: "Gegen passende Vorhaben im Bereich des Tourismus werden wir wohl nichts einzuwenden haben."

Konkreter stellten sich da schon die von Klaus Semmelmann eingereichten Unterlagen dar. Grünes Licht gab es von den Gemeinderäten für den geplanten Balkonumbau für einen Wintergarten und die Überdachung des Eingangs. Das Anliegen eines Bürgers brachte Alexander Sailer mit zur Sitzung: "Sträucher und Hecken machen nicht vor Grundstücksgrenzen halt. Und bei einigen Anwesen fällt das extrem aus."

Zur Sprache kamen zudem Hunde auf der Liegewiese am Gaisweiher ("Dort haben sie nichts zu suchen"), Schäden an den Wegen nach Würzelbrunn und zum Sportplatz, ein fehlender Abfalleimer vor der KZ-Gedenkstätte, der mangelhafte Handyempfang in Hildweinsreuth und in Altenhammer oder auch Gedanken rund um den Hochwasserschutz rundeten die Sitzung ab.

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