14.08.2014 - 00:00 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Helmut Landgraf erfüllt sich einen Traum - Kirchlicher Segen gleich von drei Geistlichen Kapelle auf der Gartenmauer

Die Grenzgemeinde ist um eine Attraktion reicher. Seit Samstag gibt es im Hauptort ein drittes Gotteshaus. Deutlich kleiner als die katholische und die evangelische Pankratiuskirche, dafür aber genauso mit einer Weihe versehen. Beim Fest fand sich gleich ein passender Name für das Miniaturgebäude: Laurentius-Kapelle.

Ein großer Tag für ein kleines Gotteshaus: Am Samstag wurde die Mini-Kirche geweiht. Einen Namen bekam sie auch: Laurentius-Kapelle. Bild: nm
von Bernhard NeumannProfil

Im Frühjahr legte Helmut Landgraf den Grundstein für sein Vorhaben. Schon vor drei Jahren hatte er mit der aus Granitsteinen nachgebauten Hohenstaufenfeste für Furore in der Schloßbergstraße gesorgt. Sie ist, ebenso wie das jetzt entstandene Kirchlein, in der Nacht sogar beleuchtet und schafft mit den Lichteffekten vor dem Landgraf'schen Anwesen ein besonderes Flair. Mit der von der Straße aus gut zu sehenden Burg wollte es der Hobby-Baumeister nicht belassen. Als Standort für die Mini-Kirche wählte er die vorhandene Stützmauer unmittelbar neben der Fahrbahn. Ganz ohne Vorlage ging es nicht ab. Da brauchte Landgraf nicht weit zu schauen. Die katholische Pankratiuskirche steht schräg gegenüber: "Mir ging es aber nicht um die Frage katholisch oder evangelisch. Es ist ein Gotteshaus, das allen Menschen Freude bereiten soll." Darüber muss sich Landgraf keine Sorgen machen. Am Samstag war von allen Seiten viel Lob für das gelungene Werk zu hören. Zu recht, denn Details spielten für den Künstler eine wichtige Rolle. Das reicht vom gemauerten Gewölbe über den fachgerecht ausgeführten Dachstuhl oder die Innenausstattung bis hin zu den Holzschindeln. Die Fenster bekamen sogar eine farbige Verglasung. Darum kümmerte sich Alfred Stamm aus Wildenreuth.

Der enorme Zeitaufwand war Landgraf egal: "Gezählt habe ich die Stunden nicht, aber da ist schon einiges zusammengekommen. Für mich zählen aber nur der Spaß beim Bau und das gelungene Werk." Den kirchlichen Segen und die Weihe gab es von gleich drei Geistlichen. Georg Gierl, Herbert Sörgel und Dariusz Sztuk beteten zusammen mit mehr als 50 Gästen um den Beistand Gottes für das Kirchlein und für die Menschen, die es besuchen.

Der Rest des Nachmittags stand ganz im Zeichen des weltlichen Feierns. Die Nachbarn brachten zum Straßenfest Salate mit, und Werner Meier hatte alle Hände voll zu tun, drei Stangen Regn-Leberkäse aufzuschneiden. Bezahlt werden musste nichts, in den Geldbeutel griffen dennoch alle. Die Spenden kommen einem wohltätigen Zweck zu Gute. Werner Lindner und Karl Jakob spielten mit der Teufelsgeige und der Steirischen auf.

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