24.06.2014 - 00:00 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Jagdbogenschützen lassen hinter die Kulissen blicken - Vier Tage Lagerleben: Robin Hood mit Pfeil und Bogen

Die Gefahr, mit Robin Hood oder mit Indianern verwechselt zu werden, war gering. Mitglieder der Traditionellen Jagdbogenschützen Deutschlands (TJBD) sind längst zu Stammgästen in der Grenzgemeinde geworden. Wer mehr über die Gemeinschaft erfahren oder auch selbst einmal Pfeil und Bogen in die Hand nehmen wollte, konnte das am Donnerstagnachmittag tun.

Das Camp der Bogenschützen verwandelte sich für einen Nachmittag in ein Testgelände. Unter fachkundiger Anleitung durften sich Besucher mit Pfeil und Bogen versuchen. Bild: nm
von Bernhard NeumannProfil

Der Verein mit Alois Hofherr an der Spitze hatte an Fronleichnam zum Öffentlichkeitsnachmittag eingeladen. Zu finden war das Gelände, an dem die Bogenschützen ihre Zelte aufgeschlagen hatten, bei der Familie Karl und Tanja Schwanitz in Sankt Ötzen. Der Ortsteil liegt an der Straße, die zu dem in Hildweinsreuth gelegenen Mittelpunkt Mitteleuropas führt. Vier Stunden lang gab es Gelegenheit mehr über den Verein, seine Ziele und Angebote zu erfahren.

Kleine und große Gäste durften sich am Testschießstand mit Pfeil und Bogen versuchen. Was den Reiz ausmacht, die Sportgeräte selbst zu bauen, auch das ließ sich beim Gespräch mit den Gastgebern in Erfahrung bringen. Die TJBD sind ein geselliges Völkchen, das sich über Interesse und Fragen immer freut, und das ist nicht nur auf den Nachmittag beschränkt. Ergänzt wurde das Angebot mit einer Bogenmesse, Vorführungen oder der Gelegenheit, seine Kochkünste, wie bei den Siedlern im Wilden Westen, am Dutch-Oven zu testen.

Das leibliche Wohl kam bei Kaffee und Kuchen oder in der Verpflegungsscheune zu seinem Recht. Das "Traditional Rendezvous", so der Name für das Treffen im Fachjargon, lief über vier Tage, bis zum Sonntag. Teilnehmer aus ganz Deutschland genossen beim Kurzurlaub die Idylle in Sankt Ötzen, streiften entlang der aufgebauten Schießparcours durch die Wälder, tauschten Erfahrungen aus, nehmen an Vorträgen teil oder saßen am Abend beim Lagerfeuer zusammen.

Gespräche mit den Traditionalisten, die ersten reisten bereits Tage zuvor an, ermöglichten Einblicke in das Vereinsleben und die Beweggründe, einer ausgefallenen Sportart nachzugehen. Die Kosten dafür bewegen sich in einem engen Rahmen. Wichtig waren den Bogenschützen während des Treffens die Entspannung in der Natur, das Erfolgserlebnis beim Umgang mit Pfeil und Bogen und auch die Freude, zumindest ein Mal im Jahr gute Freunde wiederzusehen.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.