KZ-Gedenkstätte: Dienstag Info zum Umbau des Kasinos und Gedenkfeier für Naziopfer
Am Jahrestag hinter die Kulissen

Dr. Jörg Skriebeleit wird am Jahrestag der Befreiung des KZ nicht nur Pläne und Zeichnungen vorstellen, sondern vor einer Gedenkfeier auch die Tür zum Kasino öffnen. Dort laufen bereit seit Herbst Umbaumaßnahmen. Bild: nm
Lokales
Flossenbürg
22.04.2013
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Etwa 30 000 Menschen - die genaue Zahl lässt sich nicht ermitteln - kamen im KZ Flossenbürg und den Außenlagern ums Leben. Den 68. Jahrestag der Befreiung nimmt der Förderverein für die KZ-Gedenkstätte zum Anlass, am Dienstag an die Opfer zu erinnern. Zuvor steht für Mitglieder und alle Interessenten eine Baustellenbesichtigung an.

Als Treffpunkt wählte der Vorsitzende der Gemeinschaft, Altbürgermeister Johann Werner, das ehemalige Kommandanturgebäude am Gedenkstättenzugang aus. Von hier aus geht es um 16.30 Uhr wenige Meter hinauf zum Kasino.

Seit Herbst Baustelle

Der langgestreckte Bau, er diente der Verpflegung der SS-Wachmannschaften und später als Gaststätte, verwandelte sich im Herbst in eine Baustelle. Entstehen soll ein Besucherzentrum, wobei insbesondere auch Räumlichkeiten zur Vor- und Nachbereitung für Gruppen eine wichtige Rolle spielen. Gedenkstättenleiter Dr. Jörg Skriebeleit sperrt am Nachmittag die Baustelle auf und lässt hinter die Kulissen der Arbeiten blicken. Gespannt sind auf die schon zu sehenden Veränderungen nicht zuletzt Leute, die den Bau noch als Gaststätte "Plattenberg" kennen.

Zehn Millionen Euro

Skriebeleit geht es allerdings nicht nur um optische Neuerungen, sondern auch um das Konzept. Das hat im Übrigen auch für das neue Gesicht des Zugangsbereichs der Gedenkstätte einen hohen Stellenwert. Etwa zehn Millionen Euro setzen während der kommenden Jahre Bund und Land für die Maßnahmen ein.
Wie sinnvoll das Geld angelegt ist, dieser Aspekt spielt um 18 Uhr bei der Feierstunde im "Tal des Todes" keine Rolle. Verantwortlichen und Mitgliedern des Fördervereins geht es bei dem Treffen allerdings nicht nur um Gedanken an die Opfer des Nazi-Regimes. Unverzichtbar sei es, die Weichen für die Zukunft richtig zu stellen. Dazu zähle persönliches Engagement ebenso wie die Absicht, nachfolgenden Generationen eine Auseinandersetzung mit der Thematik zu ermöglichen.
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