Gemeinderat vergibt Aufträge zur Sanierung des "Alten Polizeihauses"
Startschuss für ein Mammutprojekt

Das "Alte Polizeihaus" steht seit einigen Jahren leer. Jetzt soll neues Leben einkehren. In dem mächtigen Granitbau werden fünf Wohnungen eingerichtet. Bild: nm
Politik
Flossenbürg
29.03.2018
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Um eine große Summe Geld und einen markanten Granitbau ging es am Montag im Rathaus. Der Gemeinderat traf sich zu einer außerordentlichen Sitzung. Vergeben wurden die Aufträge zur Sanierung des "Alten Polizeihauses".

Aufgrund eines Wasserschadens steht das mächtige, unmittelbar an der Hauptstraße gelegene Gebäude seit einigen Jahren leer. Der Abbruch des in den 1920er Jahren errichteten Baus mit der Fassade aus Granitsteinen kam nicht in Frage. Die beteiligten Fachstellen und das Gremium waren sich einig: Es wäre viel zu schade, wenn das Haus aus dem Ortsbild verschwinden würde.

Ein Käufer fand sich nicht. Deswegen reifte der Entschluss, die notwendigen Arbeiten selbst in die Hand zu nehmen. Das Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) und Mittel aus dem Bereich der Städtebauförderung erleichterten die Entscheidung. Die Regierung der Oberpfalz zeigte sich von der Absicht der Kommune durchaus angetan. Ein wenig Stirnerunzeln ließ sich nicht übersehen, als die Ausschreibungsergebnisse bekannt wurden. Sie lagen aufgrund der "gut laufenden Wirtschaft" ein gutes Stück höher als angenommen.

Voraussichtlich 277 000 Euro bringt die Gemeinde für die Arbeiten auf. Insgesamt errechnen sich rund 800 000 Euro an Kosten. Bürgermeister Thomas Meiler stellte die verfolgten Absichten vor: "Es entstehen vier kleinere und eine große Wohnung." Behindertengerecht lassen sich die Räume nur teilweise gestalten. Die Vorgaben des Altbaus erlauben es nicht, das komplett zu realisieren.

Bastian Pausch vom Weidener Architektenbüro Juretzka hatte am Montag die Vergabevorschläge mitgebracht. Das Gremium gab grünes Licht für folgende Firmen: Härtl Bau (Bechtsrieth), Kreuzer (Lanz), Rank (Weiden), Meyer (Weiden), Stich (Floß), Sperber (Windischeschenbach), Urbanek (Weiden), Doreth (Neustadt/Kulm), Windschiegl (Windischeschenbach), Lang (Altenstadt/WN), Sperer und Moser (Plößberg) und Weig (Waldthurn). Starten soll die Maßnahme voraussichtlich noch im April.
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