18.09.2017 - 20:12 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Monika Hohlmeier bei der Paneuropa-Union "Gefährliche Träume"

Monika Hohlmeier, die Tochter von Franz Josef Strauß, ist ins "Wohnzimmer" der Paneuropa-Union gereist. Der Kreisverband Neustadt-Weiden freut sich über 100 Gäste am Mittelpunkt Mitteleuropas in Hildweinsreuth. Sie lauschen der gut dreiviertelstündigen Rede der ehemaligen Staatsministerin.

Die Europaabgeordnete und ehemalige Staatsministerin Monika Hohlmeier (rechts) warb am Mittelpunkt Mitteleuropas in Hildweinsreuth für einen starken Staatenbund. Bild: nm
von Bernhard NeumannProfil

Vorsitzende Birgit Trottmann und Stellvertreter Stephan Oetzinger waren am Sonntagvormittag skeptisch, ob das Wetter hält. Die Furcht vor Regen und Kälte war unberechtigt. Hohlmeier und die Besucher konnten auf Schirme verzichten und freuten sich sogar über den ein oder anderen Sonnenstrahl. Für zufriedene Gesichter sorgte auch die Europaabgeordnete und ehemalige Staatsministerin selbst. "Den Paneuropäern muss ein Europa auf Augenhöhe mit anderen Blöcken am Herzen liegen", warb die Rednerin für einen starken Staatenbund. "Dazu gehört es, bei wichtigen Themen gemeinsam aufzutreten. Große Aufgaben erforderten ein enges Miteinander. Es wäre aber falsch, alle Staaten in einen Topf zu werfen. Die Eigenständigkeit muss auch gewahrt sein." Hohlmeier warnte vor Wünschen nach Perfektionismus. Wer das wolle, der verfolge einen falschen Weg. "Solche Träume können gefährlich werden."

Keinen Zweifel ließ Hohlmeier an der Forderung, Stadt und Land in Europa nicht unterschiedlich zu werten. Beiden kämen wichtige Aufgaben zu. "Nur die Zentren in den Blickpunkt zu rücken, ist falsch. Wir brauchen Vielfalt und Bandbreite. Der Mittelpunkt Mitteleuropas hat für ein solches Europa Symbolcharakter." Die Paneuropa-Union habe als Veranstaltungsort eine aussagekräftige Stelle gewählt. Hohlmeier spannte in ihrer Ansprache einen Bogen zu vielen weiteren europäischen Themen. Das reichte vom Flüchtlingsstrom über die vorsichtig zu behandelnde Erweiterung des Staatenbundes bis hin zur Forderung, den Blick in die Zukunft zu richten. "Protest um des Protestes willen wird uns dabei nicht weiterhelfen. Gefragt sind klare Zielvorgaben, ohne dabei eine vernünftige Kompromissbereitschaft abzuschreiben."

Und dann formierte sich in der kleinen Ortschaft tatsächlich ein Festzug. Die Blaskapell'n Flossenbürg führte den Marsch durch Hildweinsreuth an, hin zum Anwesen von Maria und Josef Völkl. Sie hatten ihre Scheune zusammen mit den Paneuropa-Organisator Franz Rosner in eine Festhalle verwandelt. Die Musikanten um Franz Völkl spielten fleißig auf, Markus Holzer, Eduard Frauenreuther und Daniel Gonsior kümmerten sich um das leibliche Wohl.

Hohlmeier gefiel es im Mittelpunktdorf, bei den Völkl's und bei den Paneuropäern. Sie ließ sich die Weißwürste schmecken und stand bei einer Fragerunde Rede und Antwort zu europäischen Themen.

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